Hemmung

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Die Hemmung ist jener Teil des Uhrwerkes.

Abbildung von Hemmungen im Brockhaus Conversations-Lexikon
Theorie-Hemmung
Theorie-Hemmung

Sie verhindert

  1. das freie Ablaufen (ungesteuerte, spontane Entleerung des Energiespeichers) des Uhrwerkes verhindert.
  2. den Gangregler mit der Energie versorgt, die ihm durch Reibung und andere, äußere Einflüsse verloren geht.

Ca. 250 verschiedene Hemmungskonstruktionen sind derzeit bekannt. Durch ihre prinzipielle Konstruktion und Funktionsweise kann man diese in drei Hauptgruppen untergliedern und zeitlich einordnen:

Übersicht der Hemmungen

Gangregler Pendel Unruh
rückführende
Hemmung
Berthoud-Hemmung

Brocot-Hemmung
Hakenankerhemmung

Englische Massivankerhemmung
Stockuhrhemmung
Schwarzwälder-Hemmung

Rollenankerhemmung
Spindelhemmung
.
Pariser Massivankerhemmung
Plateau-Hemmung (Einsatzhemmung)

Spindelhemmung

Stiftankerhemmung (rückführende Stifthemmung)

ruhende
Hemmung
Brocot-Hemmung

Graham-Hemmung
Scherenhemmung / Amant-Hemmung
Stiftenhemmung

Duplexhemmung

Debaufre-Hemmung
Doppelkommahemmung
Garnier-Hemmung
Kommahemmung
Sautroghemmung
Sully-Hemmung
Zylinderhemmung

freie
Hemmung
Riefler-Hemmung (Schwerkraft-Hemmung)

Strasser-Hemmung (Federkraft-Hemmung)

Chronometerhemmung

Co-Axial Hemmung
Glashütter Ankerhemmung
Kolbenzahnhemmung
Schweizer Ankerhemmung
Schwerkrafthemmung
Spitzzahnankerhemmung / englische Hemmung
Stiftankerhemmung
Zwei-Stift-Ankerhemmung


Rückführende (rückfallende) Hemmung

Bei der rückführenden Hemmung wird das Steigrad Zahn um Zahn von der Hemmung weitergelassen. Bei jeder Schwingung des Gangreglers wird eine rückläufige Bewegung des Steigrads verursacht - daher die Bezeichnung „rückführende (rückfallende)“ Hemmung.

Ruhende Hemmung

Als ruhende Hemmung bezeichnet man jene, bei denen das Ankerrad nach dem Fall durch die weitere Bewegung des Hemmungssystems nicht mehr bewegt wird.

Freie Hemmung

(échappement naturel)

Bei freien Hemmungen wird das Hemmungsrad schrittweise weitergeschaltet, der Schwinger bekommt einen kurzzeitigen Impuls. In der übrigen Zeit besteht keine mechanische Verbindung zwischen dem Werk und dem Schwinger.

Weiterführende Informationen

Literatur