Datei:Heinz Oestreich, D.U.S. Glashütte (Sa.), Werk Nr. 30, Geh. Nr. 3806, circa 1933 (1).jpg

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Heinz Oestreich, D.U.S. Glashütte (Sa.), Werk Nr. 30, Geh. Nr. 3806, 58 mm, 141 g, circa 1933

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Museale Schuluhr, angfertigt an der Deutschen Uhrmacherschule in Glashütte, mit fliegendem Ein-Minuten-Tourbillon und Gangreserveanzeige. Meisterstück nach den technischen Spezifikationen von Alfred Helwig; nur 13 Uhren dieses Typs - mit jeweils geringen Abweichungen - wurden gebaut. Geh.: Silber, "Louis XVI" Werksverglasung, hergestellt von K. Richter, Glashütte. Ziffbl.: versilbert, eingelegte Indizes, kleine Sekunde, gebläute Stahl-Zeiger. Werk: 2/3-Platinenwerk, rhodiniert, Glashütter Streifenschliff, signiert "Heinz Oestreich 1933", 2 Federhäuser, Federchronometerhemmung, Griessbach Goldschrauben-Komp.-Unruh, feinst polierter Stahl-Tourbillonkäfig.

Heinz Oestreich Heinz Oestreich wurde im Jahr 1915 in Bad Wildungen geboren. Er war 1931-33 Schüler an der DUS; 1933 fertigte er hier sein Tourbillon. Nach seinem Schulabschluß - mit Anerkennungsurkunde der Großmann-Stiftung für vorzügliche Leistungen in der Uhrmacherei - war er mit Entwicklungsarbeiten an der DUS beschäftigt. Später kehrte er nach Bad Wildungen zurück und übernahm sein Vaters geschäft. Er starb 1991.

Die Tourbillonbauer um Alfred Helwig Zwischen 1921 und 1937 wurden an der DUS Glashütte von Alfred Helwig (1886-1974) und seinen Schülern etwa 20 Tourbillons verschiedener Bauarten gefertigt, die als besonders herausragende Stücke mit Sondernummern zwischen 7 und 36 versehen wurden. Die Uhren wurden in vier verschiedenen Varianten erstellt: Fünf-Minuten-Toubillons mit Ankerhemmung, Ein-Minuten-Tourbillons mit Anker- und mit Chronometerhemmung, sowohl mit Kette/Schnecke als auch mit nebeneinander geschalteten Federhäusern, und als häufigste Bauform mit 13 Stück das Ein-Minuten-Tourbillon mit Chronometerhemmung und zwei hintereinander geschalteten Federhäusern. Von diesem Typ ist auch die hier vorliegende Sondernummer 30 von Heinz Oestreich. Nur noch 10 Exemplare sind erhalten, der Verbleib der drei übrigen ist unbekannt. Oestreichs Tourbillon wurde von Helwig selbst reguliert und erzielte bei einem Wettbewerb der Hamburger Seewarte 1936 den dritten Platz.

Im Gegensatz zu regulären Tourbillons, bei denen der Käfig in der Grundplatine gelagert ist sowie durch eine Brücke gehalten wird, sind die von Alfred Helwig erfundenen und unter seiner Anleitung an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte gefertigten fliegenden Tourbillons in der Grundplatine gelagert und durch ein Lager unter dem Käfig gehalten. Der Käfig selbst ist äußerst fein und leicht gearbeitet. Seine Robustheit demonstrierte Hellwig dadurch, dass er ein 200 Gramm schweres Gewicht während 8 Tagen daran befestigte. Der Käfig ließ sich danach problemlos wieder in das Uhrwerk montieren. Fliegende Tourbillons waren die Meisterstücke an der Glashütter Uhrmacherschule und durften unter der Anleitung Professor Hellwigs nur von der allerbesten Schülern gefertigt werden. Sie repräsentieren die ultimative Spitze in der Fertigung der Drehganguhren. Die wenigen Exemplare, die an der Deutschen Uhrmacherschule geschaffen wurden, können mit Recht als wahre Meisterstücke der deutschen Uhrmacherkunst bezeichnet werden.

A graduate's piece of museum quality with flying one-minute tourbillon and power reserve indicator made at the German Watchmaking School in Glashuette; a masterpiece inspired by Alfred Helwig's technical specifications; only 13 watches of this type - each with minor modifications - were ever produced. Case: silver, "Louis XVI" glazed movement, made by K. Richter, Glashuette. Dial: silvered, inlaid indexes, auxiliary seconds, blued steel hands. Movm.: 2/3 plate movement, rhodium-plated, Glashuette stripe decoration, signed "Heinz Oestreich 1933", 2 barrels, spring detent escapement, Griessbach gold screw compensation balance, finely polished steel tourbillon cage

Heinz Oestreich Heinz Oestreich was born in Bad Wildungen in 1915. From 1931 to 1933 he trained at the German watchmaking school, where he produced his tourbillon in 1933. After graduating - with a certificate for exceptional achievements from the Grossmann foundation - he worked in the development division of the German watchmaking school. Oestreich later returned to Bad Wildungen and took over his fathers shop. He died in 1991.

The group of tourbillon makers around Alfred Helwig From 1921 to 1937 Alfred Helwig (1886-1974) and his pupils at the German watchmaking school in Glashuette produced about 20 different tourbillons which were issued with special numbers between 7 and 36, because they were such outstanding pieces. The watches were created in four different versions: the 5-minute tourbillon with lever escapement, the 1-minute tourbillon with lever and with chronometer escapement (with chain/fusee as well as with parallel twin barrels); the most frequently used mechanism, however, was the 1-minute tourbillon with chronometer escapement and consecutive twin mainspring barrels - 13 of it were produced altogether. Number 30 by Heinz Oestreich - which we have here - is of this last type. Only 10 examples still exist, the other three are unaccounted for. Oestreich’s tourbillon was regulated by Helwig himself and in 1936 won 3rd prize in a Naval Observatory competition in Hamburg.

In a regular tourbillon watch the carriage is fitted in a plate and secured by a bridge; when Alfred Helwig, however, developed the flying tourbillon and produced it during his time at the German watchmaking school in Glashuette, he fitted the lower carriage bearing in the plate and the upper bearing beneath the carriage. The top of the carriage has no pivot or bridge. Because the carriage was extremely light and fine, Helwig proved its strength by hanging a 200 g weight on the carriage - after eight days the carriage was fitted back in its movement, thus convincing every last nonbeliever. There is no doubt that the small number of flying tourbillons created as masterpieces by the most talented pupils of the German watchmaking school under Helwigs tutelage mark a high point in the history of German horology and represent the ultimate achievement in the making of revolving escapements.

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