Schumann, Johann Friedrich

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(siehe auch: Schumann und Schuhmann)

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Deutscher Uhrmacher

Johann Friedrich Schumann wurde 1758 als Sohn des angesehenen Dresdner Bürgers und Schuhmachermeisters J. Fr. Schumann geboren. Nach Vollendung seines 15. Lebensjahres trat Schumann am 6. Juli 1769 eine fünfjährige Lehre bei Joh. Fried. Naumann an. Naumann entstammte einer renommierten Uhrmacherdynastie und genoss eine weit über Sachsen hinausreichende anerkennende Reputation. Diese Voraussetzungen gereichten dem jungen Johann Friedrich während dieser Ausbildung zur qualitativ hochwertigen Vermittlung besonderer Fähigkeiten.

Schumann bewarb sich im Mai 1784 bei der Dresdener Uhrmacherinnung zur Erlangung des Meisterrechts. Laut den Statuten dieser Innung muss der Proband zu jener Zeit binnen 6 Monaten ein Meisterstück fertigen: eine Taschenuhr mit Repetition, Zylinderhemmung und Sekundeanzeige. Nach Vorlage seines Meisterstückes wurde er am 17. August 1784 als Meister der Dresdener Uhrmacherinnung aufgenommen. Von 1803 bis 1810 hatte er das Amt des Innungsältesten inne. Als bestellter Königlich-Sächsischer Hofuhrmacher (1808 - 1817) war er aus Neutralitätsgründen dazu verpflichtet, die Innungstätigkeit einzustellen.

Sein Sohn Johann Heinrich war ebenfalls Uhrmacher. Schumanns Schwiegersohn, Johann Christian Friedrich Gutkaes, kehrte um etwa 1813 nach Dresden zurück und konnte bei Schumann in Stellung kommen, aber durch die napoleonischen Kriege das Meisterrecht nur verzögert erlangen. Doch wenige Tage nach seiner Ernennung zum Meister heiratete Gutkaes am 21. September 1815 die einzige Tochter von Schumann, Friederica Charlotte Schumann.

Johann Friedrich Schumann verstarb am 18. Oktober 1817. Sein Schwiegersohn Gutkaes übernahm das Geschäft des Schwiegervaters.

Joh. Fried. Schumann fertigte Taschenuhren, wie auch bedeutende Bodenstanduhren, die fast ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke bestimmt waren. Das hohe uhrmacherische Niveau, das sich im Erkenntnisstand des ausgehenden 18. Jahrhunderts widerspiegelt, bezeugen seine wenigen erhaltenen und gediegenen Arbeiten.

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