Klein, Johannes

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(siehe auch: Klein)

Johannes Klein
Geografische Tischuhr im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden.
Johannes Klein
Geografische Tischuhr im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden.

Böhmischer Uhrmacher und Jesuitenpater

Johannes Klein wurde am 25. Juli 1684 in Komnitz (Böhmen) geboren und war später in Prag ansässig. 1703 trat er dem Jesuiten-Orden bei [1]. Er fertigte mehrere hervorragende astronomische Kunstuhren, darunter die Tychonische Uhr, 1751 (nach der Hypothese Tycho Brahes über den Umlauf von Sonne, Mond und Planeten um die Erde), die Kopernikanische Uhr, 1752, und die geographische Uhr, 1754, die Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Uhr von Zacharias Landeck hat [2].

Das 18. Jahrhundert ist von der Auseinandersetzung mit dem Fortschritt in den Naturwissenschaften bestimmt. Auch Theologen beider christlicher Konfessionen beschäftigen sich immer wieder mit dem Bau astronomischer Uhren und mechanischer Modelle und erweitern so ihr Bild von Gottes Schöpfung. Man spricht von "Priestermechanikern". Dabei ist eine erstaunliche Nähe zu den Instrumentenbauern des 16. Jahrhunderts zu erkennen. Zu den berühmtesten Priestermechanikern zählt der in Prag wirkende Jesuitenpater Johannes Klein [3].

Johannes Klein verstarb am 15. Januar 1762 in Prag.

Heute befindet sich eine geographische Uhr von ihm im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden.

Weiterführende Informationen

Quellen

  1. Meister der Uhrmacherkunst, Autor: Jürgen Abeler, Wuppertal, 1. Auflage 1977, Seite 341
  2. UhrenHanse / Jürgen Ermert
  3. Mathematisch-Physikalischer Salon in Dresden