Hanseatische Werkstätten für Feinmechanik und Optik Friedrichs & Co. Hamburg

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Hanseatische Werkstätten für Feinmechanik und Optik Friedrichs & Co. Hamburg

Die Firma wurde 1889 von Carl Seemann in Hamburg auf der Karolinenstraße gegründet. Er stellte überwiegend Geräte für den Wetterdienst her.

1929 übernahm Walter Friedrichs den Betrieb, sein Bruder Andreas „Fritz“ Friedrichs trat 1938 in das Unternehmen ein.

Der Firmenschwerpunkt lag auf dem Bau von meteorologischen Instrumenten: Theodoliten zur Wetterballonbeobachtung, Wasserschöpfer für Wasserproben, Barometer für die Meteorologie und Schifffahrt, Hygrometer, Industriethermometer (Glasbläserei in Ilmenau) etc.. Zusätzlich wurden auch Marinechronometer gefertigt.

Die Firma befand sich ab 1931 in Hamburg-Schnelsen auf der Oldesloer Str. 97/99. Von 1937 bis 1943 war Herbert Möller, von 1929-1937 Geschäftsführer der Deutschen Chronometerwerke, Mitarbeiter der Firma. Ab 1938 werden Marinechronometer mit der Firmenbezeichnung Möller-Friedrichs Hamburg ausgeliefert. Die Werke stammten anfangs von den Chronometerwerken Hamburg, später dann wurden Wempe Einheitschronometer verwendet. Nach dem Ausscheiden von H. Möller wurden die Marinechronometer mit "Friedrichs & Co. Hamburg" bezeichnet.

Ab 1941 ist die Mitarbeit der Firma im Arbeitsausschuss Seechronometer und B-Uhren belegt. Ziel des Ausschusses war die Bereitstellung von militärisch genutzten Uhren, ohne von Lieferungen aus dem Ausland abhängig zu sein. 1941 erklärt Herbert Möller im Ausschuss, dass die Firma Friedrichs & Co. monatlich 5 Chronometer liefern könne.

Auch nach dem 2. Weltkrieg bezog die Firma Hanseatische Werkstätten Friedrichs & Co. einige hundert Einheitschronometer von der Hamburger Chronometer-Herstellerfirma Wempe zur Fertigstellung. Diese trugen die Bezeichnung Friedrichs & Co Hamburg. In den 50`er Jahren war der Chronometermachermeister Ernst Albert Stenzel (geb. 1910 in Hamburg, gest. 1996 in Rotenburg a.d. Wümme) für die Seechronometerproduktion verantwortlich. Es gibt Hinweise darauf, dass er zuvor bei Wempe gearbeitet hatte. Für die Feineinstellung der Uhren baute Stenzel 1953 eine Präzisionssekundenpendeluhr als Normaluhr, wobei er offenbar kein Rohwerk einer anderen Firma benutzte.

Bis ca. 1965 wurden 2 - 3 Marinechronometer im Monat fertiggestellt. Nachdem Fritz Friedrichs 1973 verstarb wurde die Firma 1975 verkauft und firmierte nunmehr unter den Namen „Hanseatische Werkstätten“. Bis zu seinen Tod 1985 reparierte Walter Friedrichs noch im Betrieb hergestellte Präzisionsinstrumente.

Das Werksgebäude der Firma wurde 2011 abgerissen und das Gelände 2012 mit Eigentumswohnungen bebaut.

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