Bacher, August

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Deutscher Uhrmacher

August Bacher, Stuttgart, Nr. 1420, circa 1840

August Bacher aus Schondorf wurde vermutlich im Jahre 1803 geboren und übernahm von Christoph Mattäus Hahn nach dessen Tod 1833 die Stuttgarter Werkstatt. August wurde am 23. September 1841 zum Hoflieferant ernannt und signierte seine Uhren mit Hofmechaniker in Stuttgart.

Schon seit dem 18. Jahrhundert konnte der württembergische Herrscher verdiente Handwerker mit dem Titel „Hofhandwerker“ auszeichnen. Ein Schmied durfte sich dann „Hofschmied“ nennen, ein Bäcker „Hofbäcker“, usw. Während des 19. Jahrhunderts kam durch die zunehmende Industrialisierung die Sitte auf, dass der König Geschäften und Firmen den Titel „Hoflieferant“ verleihen konnte. Voraussetzung dafür waren regelmäßige Lieferungen des betreffenden Unternehmens an den Hof, eine solide wirtschaftliche Position und ein guter Ruf. Zeitweise spielte auch die politische Gesinnung der Inhaber eine Rolle. Wenn eine Firma die Voraussetzungen nicht mehr erfüllte oder in einer wirtschaftliche Schieflage geriet, konnte ihr der Hoflieferantentitel auch wieder entzogen werden, oder die Inhaber konnten ihn offiziell zurückgeben. Den Titel „Hoflieferant“ durften die Inhaber der Firmen zu Werbezwecken benutzen, ihn also in das Geschäftsschild aufnehmen und auf dem Briefpapier aufführen. [1]

Von Bacher sind mehrerer hochwertige Uhren bekannt, die teils in der Tradition Hahns zu sehen sind. So wird eine Taschenuhr Bachers mit Lagersteinen und in hochwertiger Qualität erwähnt ("künstliche, in Stein gehende Taschenuhr in sehr eleganter Ausführung") mit einer von Bacher angeblich erfundenen Hemmung, welche kein Öl erfordert. Es könnte sich bei dem Abgebildete Uhr sehr wohl um die beschriebene Uhr handeln. [2] [3]

Über August Bacher erschien ein Manuskript von Wolf Brüggemann in 2008 "August Bacher, ein Hofuhrmachermeister aus Stuttgart". Stadtarchiv Stuttgart, Bibliothek <Stg 277>.

Weiterführende Informationen


Quelle

  1. Eberhard Fritz: Knecht, Kutscher, Koch, Kammerdiener, König. Zur Sozialgeschichte des königlichen Hofes in Württemberg (1806 bis 1918). In: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 66/2007. S. 249-292.
  2. Auktionen Dr. H. Crott, Stefan Muser.
  3. Correspondenzblatt des Königlich Württembergischen Landwirthschaftlichen Vereins, seite 168.

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