Burschell, Friedrich Wilhelm

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A. Lange & Söhne, Glashütte, Nr. 81698, Schwere Glashütter Savonnette mit Minutenrepetition gefertigt in Qualität 1A verkauft 1924 für 1755 Mark an Friedrich Wilhelm Burschell
Monogramm IY = Ichirobei Yamada
Ludwigshafener Stadtwappen mit Anker und Löwe das zweite Wappen mit dem Sachsenross

Friedrich Wilhelm Burschell war als Uhrmachermeister in Ludwigshafen am Rhein tätig um 1900. Vielleicht war er Familie von Friedrich Burschell (1889-1970) ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Von Friedrich Wilhelm Burschell ist wenig bekannt. Er war langjährigem Mitgliede der Pfälzischen Handels- und Gewerbekammerr und 1909 wurde Ihm vom Prinz-Regenten vom Bayern das Verdienstkreuz des Ordens vom heiligen Michael verliehen worden. Am 7. Januar 1918 wurde er zum königlich bayerischen Hoflieferant benannt. Ende 1918 ging mit der bayerischen Monarchie auch der offizielle Titel des Hoflieferanten unter.

In Ludwigshafen befindet sich der Stammsitz der BASF (ehemals Badische Anilin- & Soda-Fabrik), die hier den größten zusammenhängenden Chemiestandort der Welt betreibt. Am 8. Mai 1865 wurde die Konzession zur Ansiedelung der Firma Badische Anilin- und Sodafabrik erteilt. Diese war kurz zuvor gegründet worden, hatte aber vom Mannheimer Gemeinderat kein Gelände zugebilligt bekommen, weshalb die „badische“ Firma in die Pfalz übersiedelte.

Zur abgebildeten Uhr

Die Inschrift der Cuvette lautet: "Ichirobei Yamada in alter Treue, Badische Anilin & Soda Fabrik, H. Ahrens & Co. Nachf., 1879 - 1924". Die Firma Ahrens & Co. war ein bedeutendes Handelhaus, das 1869 von Hinrich Ahrens in Tokyo gegründet wurde; schon 1872 kam eine Niederlassung in Yokohama hinzu. Ahrens, der 1842 in Falkenberg bei Bremen geboren wurde, baute zunächst einen umfangreichen Handel mit Kunstgegenständen auf. Er gründete bald eine eigene Firma zur Herstellung von Keramikwaren, für die er den bekannten deutschen Wissenschaftler Gottfried Wagener (1831 - 1892) nach Japan holte, der sich bei Ahrens mit der Farb- und Oberflächenbehandlung befaßte, nebenbei aber auch wesentlich an der Entwicklung des Ingenieurstudiums in Japan beteiligt war. Hinrich Ahrens ließ sich zusammen mit seiner Frau 1881 in London nieder, war aber dennoch häufig unterwegs und auch für längere Zeit in Japan, wo er 1886 an Cholera starb. Sein Grab ist noch heute auf dem Ausländer-Friedhof in Yokohama zu finden. Die Firma wurde unter dem Namen H. Ahrens & Co. Nachf. von dreien seiner Angestellten weitergeführt und weitete die Geschäftsfelder immer weiter aus. So lieferte sie für die japanische Regierung Materialien und Maschinen, war Vertretung für Krupp & Co., handelte mit Lehrmaterialien, Textilien, Arzneimitteln und Zement, betreute die Reichspost-Dampfer in Japan und vieles mehr. Unter anderem waren sie auch Vertretung für die Badische Anilin & Soda Fabrik , worauf wohl die langjährige Verbindung zu Ichirobei Yamada gründete. Das wertvolle Geschenk, das die Firma Ahrens ihm überreichte, schmücken sein Monogramm "IY" und zwei Wappen, eines davon das Ludwigshafener Stadtwappen mit Anker und Löwe das zweite Wappen mit dem Sachsenross.

Ichirobei Yamada wurde 1851 in Osaka geboren. Er studierte japanisch und chinesisch und gründete zusammen mit seinem Bruder einen Handel für Farbstoffe und Industriechemikalien. Später handelte er mit synthetischen Farbstoffen, die in Europa erfunden und entwickelt wurden und vertrieb diese vorallem in Färbereien in Kyoto. Später gründete er die Yamada Shoten Co., Ltd. mit einem Kapital von 1 Million Yen, die den ersten BASF-Farbstoff, Indigo Pure, nach Japan importierten. Er erzielte große Gewinne mit dem Export von Industriechemikalien nach Korea und China und dem Aufbau des Baumwollhandels mit Indien. Ichirobei Yamada war an der Gründung und Verwaltung verschiedener Unternehmen beteiligt und war Mitglied der Handelskammer von Osaka. Er investierte viel Geld in die öffentliche Projekte und wohltätige Zwecke und war an der Gründung des Osaka Prefectural Women's College, der Errichtung von Krankenhäusern, Brücken und Straßen sowie dem Wiederaufbau von Tempeln und Schreinen beteiligt. Ichirobei Yamada starb am 27. Juli 1928.

© Auktionen Dr. H. Crott

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