Diskussion:Werkfamilie Surprise

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Über das mit Kolding bezeichnete Werk bzw. seinen Hersteller kursieren verschiedene Gerüchte.

Nach intensiven Recherchen ergibt sich folgendes Bild:


Inhaltsverzeichnis

1. Vergleich mit Thiel Surprise [Bearbeiten]

Der Vergleich der Werke Surprise B, Kolding (Surprise C) und Surprise e ergab folgende Unterschiede:

. Surprise B Kolding
Surprise C
Surprise e
Halbschwingungen je Stunde 18.000 14.400 18.000
Ankerradtrieb 6 Zähne

kleiner Durchmesser

6 Zähne

großer Durchmesser

6 Zähne

kleiner Durchmesser

Sekundenrad 60 Zähne 48 Zähne 60 Zähne
Federhaus mit hohem Lager mit flachem Lager mit hohem Lager
Federhausschraube ohne Ansatz mit Ansatz ohne Ansatz
Pfeiler hoch flach hoch

Die Unterschiede und Gemeinsamkeiten legen den Schluß nahe, daß es sich bei diesem Werk um eine
'Sonderausführung' der Surprise D unter Verwendung von Teilen der Surprise B handelt.

Eine derartige Sonderausführung wurde sicherlich auf Grund ökonomischer Zwänge nur bei einer entsprechend hohen Stückzahl hergestellt. Als Auftraggeber kommen also nur bedeutende Goßhändler oder Auslandsvertretungen in Frage.

2. Firma Richard Lebram (Uhrengroßhandel in Berlin) [Bearbeiten]

In der Deutschen Uhrmacherzeitung von 1914 bewirbt die Firma Richard Lebram (Uhrengroßhandel in Berlin) diese Uhr als
"Taschenuhr für unsere Feldtruppen".
Wie ist diese Werbung zu bewerten?

  • Die Taschenuhr ist mit relativ empfindlichem Emaille-Zifferblatt ausgestattet. Leuchtmasse wurde nicht verwendet.
  • Der Schriftzug Kolding auf Werk und Zifferblatt weist wohl auf einen Ort in Dänemark hin.

Aus diesen beiden Punkten schlußfolgere ich, daß es sich bei "Taschenuhr für unsere Feldtruppen" wohl mehr um ein Verkaufsargument handelt um Uhren, die nach Ausbruch des I. Weltkrieges nicht mehr exportiert werden konnten, doch noch in Deutschland zu verkaufen.

3. Firma Heinrich Fischer (Uhrengroßhandel in Kolding (Dänemark) [Bearbeiten]

Heinrich Fischer, seit 1895 tätig, eröffnete um 1900 in Kolding (Dänemark) eine Großhandlung für Uhren und Goldschmiedeartikel. Neben Gold- und Silberwaren handelte er in erster Linie mit Taschenuhren (u.a. A. Lange und Söhne). Fischer besuchte mit zwei Reisenden Einzelhändler in Schweden, Norwegen, Finnland und Dänemark.
Es erscheint durchaus plausibel, daß ein Uhrengroßhändler aus Kolding bei Thiel Taschenuhren mit Werk- und Zifferblattbeschriftung seines Firmensitzes bestellt und diese dann in Skandinavien verkauft.

Fazit [Bearbeiten]

Diese Taschenuhr wurde um 1914 von der Gebrüder Thiel GmbH in Ruhla
für den Uhrengroßhändler Heinrich Fischer, Kolding (Dänemark) hergestellt.

--Holger 13:01, 18. Okt. 2009 (CEST)

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