Fliegendes Tourbillon

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Fliegendes Tourbillon

Das Tourbillon (sog. Drehganguhr) wurde von dem Franzosen Abraham-Louis Breguet erfunden und 1801 patentiert. Ursprünglich diente die Konstruktion nicht nur dazu, bei Taschen-, Wand- oder Tischuhren den Schwerpunktfehler an Unruh und Unruhspirale auszugleichen, sondern ebenfalls Unwuchten des Gangreglers zu kompensieren. Dabei dreht sich ein Käfig, in dem das komplette Unruh- und Hemmungssystem gelagert ist, während einer bestimmten Zeit einmal um sich selbst.

Eine besondere Konstruktion ist das sogenannte "Fliegende Tourbillon", ca. 1920 von Alfred Helwig erfunden, einem Fachlehrer an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte. Während Tourbillons üblicherweise zweifach gelagert sind, wird das Alfred-Helwig-Tourbillon von nur einem Lager gehalten, ist also fliegend aufgehangen.

Eine technische Voraussetzung dafür war die Entwicklung und Konstruktion eines Schülers der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte: Friedrich Vetterlein. Der Schüler von Gustav Hesse baute um 1915 ein Tourbillon, bei dem das Hemmungsrad unter die sog. "Laterne" (Drehgestell) verlegt wurde.

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