Frisard, Charles Henry

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(siehe auch: Frisard)

Museale, hochqualitative Prunkpendule "Mars und Neptun" mit Halbstundenschlag und Datum, vormals Bestandteil der Sammlung von Joséphine de Beauharnais auf Château de Malmaison, später im Besitz des Grafen von Rambuteau, Frisard à Rouen, circa 1810

Charles Henry Frisard wurde am 4. Mai 1779 in Villeret (Schweiz) geboren und höchstwahrscheinlich ein Nachkomme von François-Louis Frisard. Vor 1809 ließ er sich in Rouen in der Rue du Grand Pont 53 nieder und heiratete Colette Justine Bouchard. Frisard war Mitglier der "Frères de l'Ateliers La Persévérance Couronnée". Als Protestant und Freimaurer (Mitbegründer der Loge "La Sincère Amitié" in Rouen), war er vielleicht mit Benedikt Frisard verwandt, der in Villeret tätig war und mit den Frisard-Uhrmachern, die damals in Paris arbeiteten.

Zur Prunkpendule

Das hohe allseitig verglaste Uhrengehäuse steht auf einem breiten Sockel und ist flankiert von zwei Bronzen, die Mars und Neptun zeigen, die römischen Götter des Krieges und des Meeres. In vergoldeter Bronze tragen sie mit Schwert und Dreizack ihre jeweiligen Symbole. Die in bester Qualität gefertigten Skulpturen tragen die Signatur "Malmaison" und das napoleonische N mit Krone; da Graf von Rambuteau zu Anfang des 19. Jahrhunderts zum engeren Freundeskreis der Kaiserin Josephine gehörte, könnte es sich hier um ein Geschenk der Kaiserin handeln. Das übrige Gehäuse ist mit feinen vergoldeten Bordüren versehen, die Front ziert eine Darstellung zweier Ziegenböcke, die sich an Weintrauben laben.

Das Château de Malmaison in Rueil-Malmaison, westlich von Paris war Wohnsitz von Kaiser Napoleon und seiner Frau Joséphine. Während das Kaiserpaar offiziell im Palais des Tuileries Hof hielt, wurde Malmaison zu ihrem privaten Rückzugsort. Während der Französischen Revolution waren die Besitztümer von Adel und Klerus enteignet worden. Zahlreiche Landgüter inklusive der umgebenden Gärten standen zum Verkauf. Auch Napoléon, mit dem Joséphine seit 1796 verheiratet war, wollte sein Vermögen durch Landbesitz bei Paris absichern. Malmaison gehörte jedoch bereits einer wohlhabenden Pariser Bankiersfamilie, die ihren Landsitz zu keinem günstigen Preis verkaufen wollte und erst kürzlich in Umbauten investiert hatte. Es folgten zähe Verhandlungen zwischen der Bankiersfamilie und Napoleon. Schließlich nutzte Joséphine die Abwesenheit ihres sich in Ägypten aufhaltenden Ehemannes, um Malmaison am 21. April 1799 zu kaufen. Anders als das Palais des Tuileries war Schloss Malmaison kein offizieller Regierungssitz Napoléons. Napoléon besuchte den Landsitz nur an Wochenenden, während Joséphine sich dort in den Sommermonaten aufhielt. Im November 1799 wurden die Architekten Fontaine und Percier eingestellt, zwei Hauptvertreter der Kunstrichtung des Empire. Nach der Scheidung 1809 wurde Malmaison zu Joséphines Hauptresidenz, Napoleon übergab ihr den Landsitz und alle Bestände. Dort starb sie am 29. Mai 1814. Ihr Sohn, Prinz Eugène, erbte das Anwesen, aber seine Witwe verkaufte Malmaison 1828 an den schwedischen Bankier Jonas Hagerman. 1842 erwarb die ehemalige spanische Königin Maria Christina während ihres ersten französischen Exils das Schloss und veräußerte es 1861 an Napoleon III. weiter. Heute ist es ein Nationalmuseum und im Rahmen von Führungen zugänglich.

Claude-Philibert Barthelot , Graf von Rambuteau, wurde 1781 in Mâcon geboren. Auf Wunsch seines Schwiegervaters, des Grafen von Narbonne-Lara, wurde er 1809 zum Kammerherrn Napoleons ernannt und war unter anderem Präfekt von Simplon, der Loire und der Seine. 1835 wurde er zum Pair und 1844 zum Offizier der Ehrenlegion ernannt. Während der fünfzehn Jahre in seiner Funktion als Präfekt von Paris erneuerte er das Gesicht von Paris, indem er die alten Abwasserkanäle ersetzte, die Sümpfe entwässerte, den Arc de Triomphe vollendete und den Bau vieler Brunnen und der Gasbeleuchtung vorantrieb. Lange vor der Zeit Baron Haussmanns legte er die Grundlagen für die Umgestaltung der Stadt, die dieser viele Jahre später vollendete. Barthelot starb 1869 auf Château de Rambuteau bei Ozolles. Die Station Rambuteau der Pariser U-Bahn ist nach ihm benannt.

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