Helbig, Heinrich
(siehe: auch Helbig)


Heinrich Helbich (Helbing) war um 1783 Kleinuhrmacher in Wien. Er könnte der Sohn von Sebastian Helbig gewesen sein, der 1765 Uhrmacher war, und der Vater von Johann Helbig und Josef Helbig, die um 1800 in Wien als Uhrmacher arbeiteten. Es sind mehrere Uhren von Helbig bekannt, darunter die im Wiener Uhrenmuseum abgebildete Uhr. Diese Uhr befand sich einst im Besitz des Uhrmachers und Sammlers Josef Nicolaus (1855–1923).
Die abgebildete Goldene Spindeltaschenuhr
Das goldene Gehäuse dieser Spindeltaschenuhr ist auf dem Bügelknauf mit der Punze A im Rechteck gekennzeichnet. Die Rückseite bildet ein Email auf Kupfer mit der Darstellung eines Reiters in Uniform und Napoleonhut. Der Schimmel tänzelt zwischen explodierenden Kanonen, der Reiter hat sein Schwert gezückt. Im Vordergrund sieht man ein Bajonett, im Hintergrund angedeutet weitere Personen und Explosionen. Die Szene ist von transluzentem Email umgeben, welches den kupfernen Untergrund durchscheinen lässt. Das weiße Emailziffernblatt ist mit arabischen Stundenziffern und strichförmigen Minutenmarkierungen sowie arabischen Minutenziffern 15, 30, 45, 60 ausgestattet. Beide Zeiger sind aus Gold und enden in einer durchbrochenen Fleur-de-Lys-ähnlichen Spitze. Die verstifteten Platinen des Uhrwerkes sind mit einer gravierten und durchbrochenen Spindelbrücke versehen. Die Zapfen lagern in Messing, der Unruhzapfen ist zusätzlich mit einem polierten Stahlplättchen versehen. Das Uhrwerk verfügt über Kette und Schnecke sowie eine Spindelhemmung. Die Rückplatine ist wie folgt signiert: Heinrich Helbig in Wienn. © Uhrenmuseum Wien
Weiterführende Informationen
Quelle
- Meister der Uhrmacherkunst, Jürgen Abeler, Wuppertal, 1. Auflage 1977, Seite 268.