Reichard, Emil

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Emil Reichard
Emil Reichard, Schülerarbeiten

Reichard, Emil

Deutscher Uhrmacher


Emil Reichard Sohn des Uhrmachermeisters Karl Reichard absolvierte von 1928 bis 1929 eine Ausbildung an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte. Er wurde am 9. August 1908 in Bremerhaven geboren. Zuerst absolvierte er das Realgymnasium in Geestemünde im Jahr 1925, dann folgte die kaufmännische Lehre in Bremerhaven bis 192 und die Arbeit in der Uhrmacherwerkstatt seines Vaters Karl in Wesermünde 1928. Nachher arbeitete er beim Vater als auch die Tätigkeit bei den Städtischen Werken Bremerhaven bis hin zum Kriegsdienst 1939 in Swinemünde. Den auch hier vorliegenden Meisterbrief erlangte er 1932 in Bremen.

Er erhielt zu Schulbeginn an der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte die durch die Georg-Jacob-Jubiläums-Stiftung geschaffene Schulgeldfreistelle auf der Deutschen Uhrmacherschule in Glas­hütte diese wurde durch den Zentralverband verliehen. Er erhielt ausserdem auch eine Buchspende. Die Verleihung dieser Schulgeld­freistelle bedeutet für den Betreffenden eine besondere Aus­zeichnung, da sie nur gut befähigten Schülern oder Angehöri­gen des Faches verliehen wird, die zu der Hoffnung berechtigen daß sie einst wertvolle Kräfte für das Uhrmachergewerbe werden. Zentralverband der Deutschen Uhrmacher E. V.“ Dass der Uhrmacher, der seine Kariere diesem Sponsoring verdankt, seine Furnituren natürlich von der Firma Georg Jacob bezogen hat, darf als sehr wahrscheinlich angesehen werden.

Auf dem originalen Abschlusszeugnis mit sehr guten Noten sehen wir dann u.a. die Unterschriften der großen Glashütter Lehrer Helwig, Giebel und Rommershausen. Zu den praktischen Arbeiten wird ausgeführt: "Außer den üblichen Kursarbeiten hat er aus den Rohteilen selbst gefertigt: 1 Ankergangmodell No. 3439, [...], 1 Glashütte Ankeruhr No. 3492 [...], 1 Tischchronometer No. 3605 Grösse 53 mm mit Zwei-Federhaus-Antrieb & Federgang." Diese Meisterstücke sind nicht nur im vorgestellten Kontext von Bedeutung; sie sind auch unabhängig davon als absolute Raritäten anzusehen: Eine auf Sternzeit regulierte Savonnette mit 24 Stunden Zifferblatt, in 1A Qualität gefertigt, im Silbergehäuse von Karl Richter, und ein kleines Schiffschronometer mit zwei Federhäusern und Federchronometerhemmung, dazu das große Ankergangmodell. Eine derart umfangreiche Sammlung bis hin zu den "Bierzipfeln" der Schülervereinigung Saxonia (Beiname Neptun) dürfte selbst für die im Allgemeinen gut dokumentierten Glashütter Verhältnisse einzigartig sein; zusammen mit Gangmodell, Taschenuhr und Chronometer bilden sie für Liebhaber der Glashütter Uhrenindustrie ein Sammlerstück ersten Ranges.

Emil Reichard und sein Vater waren in Wesermünde, Borries­straße l, ansässig.


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