Ruetschmann, Josef
Deutscher - Östereichischer Uhrmacher

Josef Ruetschmann (Rutschmann) war eine Neffe von Frater David a Sancto Cajetano geboren David Ruetschmann. Über Joseph gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige behaupten, er sei Davids Bruder gewesen, andere, er sei ein Bruder von Davids Vater, Sebastian Rutschmann, gewesen. Heute gilt jedoch die Annahme, er sei ein Neffe gewesen, als allgemein anerkannt. Josef Rütschmann war also sehr wahrscheinlich der Sohn von Jordan Ruetschmann (ca 1718- ? ) der Nagelschmied und der Bruder von Frater David a Sancto Cajetano war. Jordan Ruetschmann zog von Lembach (Wutach/Schwarzwald) nach Pfarrkirchen in Deutschland oder Österreich um. Dort heiratete er Anna Maria Perger (1718-1772) am 25. Oktober 1751. Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor. Aus der Ehe gingen 6 Kinder hervor, das zweite Kind war Josef Ruetschmann.
Josef Ruetschmann
Josef Ruetschmann wurde also am 7. März 1755 in Pfarrkirchen geboren und zog zog nach Wien und arbeitete dort als Uhrmacher ab etwa 1785. Er heiratete am 27. Juni 1786 Theresia Lazarus (1766-vor 1791) in Wien. Theresia Lazarus war eine Tochter des Großuhrmachers Peter Lazarus und Anna Maria Schindler. Aus der Ehe von Josef und Theresia wurde eine Tochter Theresia (1787-1789) geboren. Nach dem Tod von Theresia Lazarus heiratete Josef am 15. August 1791 mit Josepha Mann (1767-1796). Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, doch die Ehe hielt nicht lange, da Josef Witwer wurde. Eine dritte Eheschließung erfolgte am 17. Oktober 1796, wiederum in Wien. Diesmal mit Maria Anna Traidler (1768– ?). Maria Anna gebar drei Kinder, aber der einzige Sohn starb noch im selben Jahr. Den genealogischen Daten zufolge starb Josef Ruetschmann am 19. März 1801 und Maria Anna Traidler heiratete am 22. Februar 1802 Ignatz Berlinger. Bemerkenswert ist, dass eine Empire-Uhr mit der Signatur Josef Ruetschmann Wienn aus der Zeit um 1810 datiert ist.
Uhren
Josef Ruetschmann fertigte höchstwahrscheinlich die dritte von Cajetano entworfene Uhr an. Er handelt sich um die sogenannte „Schwarzenbergische Uhr“. Diese astronomische Bodenstanduhr wurde von Fürst Schwarzenberg in Auftrag gegeben und ist nach wie vor im Besitz der Familie. Ausgeführt wurde sie je nach Quelle 1786 oder 1793 von Josef. Die abgebildete Schöne Bodenstanduhr von Josef Ruetschmann befindet sich im Besitz desWien Museums am Karlsplatz 8. In der Kunstsammlung und Archiv der Universität für angewandte Kunst (Museum für angewandte Kunst - Geymüllerschlössel/ MAK) können Sie eine wunderschöne Stützuhr als Ruinenarchitektur bewundern.
Am 23. Oktober 2019 wurde bei Auktionshaus im Kinsky eine Empire Uhr ca. 1815 mit Datumsanzeige und Wiener Viertelstundenschlag auf Glocken versteigert, Ein Wiener Barock Stockuhr signiert "Joseph Ruetschmann in Wien" wurde am 9. November 2023 versteigert.
Weiterführende Informationen
Externe Links
- Gedbas, Josef Ruetschmann (Rutschmann) genealogie, Stammbaum: Maja Dorn.
- Meister der Uhrmacherkunst, Wuppertal, 1. Auflage 1977, Jürgen Abeler
- Der Lenzkircher Uhrenfreund, Vereinszeitschrift der Lenzkircher - Uhren - Freunde e.V., Die Mechanik der Cajetano-Uhren, Die Stellung von Frater David unter den Priestermechanikern im deutschsprachigen Raum im 18. Jahrhundert von Frederick Kaltenböck, Orignal im Alte Uhren, September 1996
- Die astronomische Standuhr des Physikal. Institutes der Universität Innsbruck. Von Prof. Dr. Paul Czermak. Naturw.-med. Verein 1898. Bericht von Mag. Peter Kopp über die Restaurierung des Uhrenkasten.
- Hochmuseale astronomische Bodenstanduhr mit ewigem Kalender, sog. Cajetano-Uhr.
- Monatsblatt des Altertums-Vereines zu Wien - Volume 5 Altertumsverein zu Wien Nr. 4. April · 1896.
- Im Kinsky Auktionshaus, Empireuhr "Joseph Ruetschmann in Wien".
- Dorotheum, Wiener Barock Stockuhr "Joseph Ruetschmann in Wien".