Sautter, Adam

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Adam Sautter, Ravensburg, Geh. Nr. 3437, circa 1860, Taschenuhr mit "Stiften-Chronometerhemmung"
Adam Sautter, Taschenuhr mit "Stiften-Chronometerhemmung" werkseite

Deutscher Uhrmacher und Taschenuhrenhersteller

Adam Sautter wurde geboren im Jahre 1820, und war in Heiden ansässig. Er war bekannt als ein sehr geschickter Uhrmacher, war längere Zeit in der Schweiz tätig und versuchte dann später die Taschenuhrfabrikation in Württemberg einzuführen. In der von ihm im Jahre 1866 errichteten Fabrik erzeugte er hauptsächlich Taschenuhren mit Bügelaufzug nach eigener Konstruktion sowie eine Art Stiften-Chronometerhemmung; die Fabrik ging jedoch nach einigen Jahren wieder ein und beschäftigte er sich sodann mit der Herstellung von Wälzfräsen und so-genannten Feilenfräsen. Viele neue Hemmungen und eigenartige Uhren gingen aus seinen Händen hervor, aber trotz seines erfinderischen Talents blieb ihm das Glück fern. Er erhielt in 1862 ein Patent für auf eine Hemmungsvorrichtung an Taschenuhren. Am 14. Juni 1890 erhielt er die Patentschrift Nr. 2423 vom Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum für eine Zylinderhemmung mit freischwingender Unruhe.

Adam Sautter verstarb am 15. Januar 1902 in Ravensburg.


Taschenuhrenhemmung nach dem Systeme von Adam. Sautter in Ravensburg. Fabrikant Sautter gefertigt seit Jahren Taschenuhren mit einer von ihm erfundenen eigenthümlichen Hemmung, welche gegen andere Ankersysteme wesentliche Vorzüge bietet. Die Sautter'sche Hemmung gehört unter das System der Ankerhemmungen, hat aber den großen Vorzug, daß deren Theile während ihres Gangeskein Oel erfordern, ein für die Dauer eines regelmäßigen Ganges wichtiger Umstand. Ein weiterer Vorzug der Sautter'schen Hemmung besteht darin, daß dieselbe leichter herstellbar ist, als der gewöhnliche Ankergang. Jedem geübten Uhrmacher wird es nicht schwer fallen, alle die einzelnen Theile der Hemmung zu fertigen, während gerade die beim Anker erforderlichen Steine und das sehr complizirte Ankerhemmungsrad die Wiederherstellung schadhaft gewordener Stücke sehr schwierig macht, so daß der Uhrmacher sich bloß durch Bezug derselben aus der Fabrik zu helfen im Stande ist. Das Sautter'sche Hemmungsrad hat eine außerordentlich einfache Form, die Zahl seiner Zähne ist bloß 6 statt der 15 des bekannten Ankerrades, und auch diese wenigen Zähne erfordern keinerlei Schmiermittel. Durch alle diese Vorzüge ist aber keineswegs die sichere und exacte Wirkungsweise der Hemmung beeinträchtigt. Es geht hieraus hervor, daß die Sautter'sche Hemmung dem Fabrikanten ganz erhebliche ökonomische Vorzüge gewährt und daß eine ausgedehntere Anwendung derselben im hohen Grade wünschenswerth wäre. (Württembergisches Gewerbeblatt 1868, S. 94.)

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