Dietzschold, Curt: Unterschied zwischen den Versionen

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Deutschsprachiger Maschineningenieur, Uhrenschriftsteller und Fachlehrer.
Deutschsprachiger Maschineningenieur, Uhrenschriftsteller und Fachlehrer.


Curt Dietzschold wurde [[1852/de|1852]] in [[Dresden]] als Sohn eines höheren Eisenbahnbeamten geboren. Nach Vollendung der technischen Studien in Karlsruhe und Aachen kam er um [[1876/de|1876]] nach [[Glashütte]] und begann bei der damals neu gegründeten Firma [[Strasser & Rohde]] sein Schaffen. Vom [[21. März]] bis [[23. Oktober]] [[1878/de|1878]] war er sogar Inhaber der Fa. Strasser & Rohde.
Curt Dietzschold wurde am [[25. März]] [[1852/de|1852]] in [[Dresden]] als Sohn eines höheren Eisenbahnbeamten geboren. Er studierte am Karlsruher Polytechnikum und Aachener Polytechnikum Maschinenbau und beschäftigte sich zunächst mit der Konstruktion von Uhren. Nachdem er [[1873/de|1873]] auf der Wiener Weltausstellung eine Rechenmaschine von Charles Xavier Thomas gesehen hatte, konstruierte er eine eigene Maschine, die sich an der Thomas-Maschine orientierte. Sie wurde [[1876/de|1876]] fertiggestell. Nach Vollendung der technischen Studien in Karlsruhe und Aachen kam er um [[1876/de|1876]] nach [[Glashütte]] und begann bei der damals neu gegründeten Firma [[Strasser & Rohde]] sein Schaffen. Vom [[21. März]] bis [[23. Oktober]] [[1878/de|1878]] war er sogar Inhaber der Fa. Strasser & Rohde.


Dietzschold begann in Glashütte als Erster mit der Entwicklung von Rechenmaschinen nach eigener Konstruktion. Er fertigte die erste Rechenmaschine in Glashütte, welche sich in der Praxis ungenügend bewährten.
Dietzschold begann in Glashütte als Erster mit der Entwicklung von Rechenmaschinen nach eigener Konstruktion. Er fertigte die erste Rechenmaschine in Glashütte, welche sich in der Praxis ungenügend bewährten. Neben Präzisionsuhren baute er noch einige weitere Exemplare von Rechenmaschinen, von denen das Preußische Statistische Amt eine zur Erprobung übernahm.  


Er verließ [[1879/de|1879]] die Stadt Glashütte, als die österreichische Regierung einen neuen Direktor der [[Uhrmacherschule Karlstein|Österreichischen Uhrmacherschule in Karlstein]] suchte. Diese Stelle nahm er an.
Als die Österreichisch-Ungarische Regierung für die Uhrmacherschule in Karlstein einen neuen Direktor suchte, schlug man auf Empfehlung von [[Grossmann, Karl Moritz|Karl Moritz Grossmann]] den jungen Ingenieur und Fabrikanten vor. Also verließ er[[1879/de|1879]] die Stadt Glashütte, und wurde die neuen Direktor der [[Uhrmacherschule Karlstein|Österreichischen Uhrmacherschule in Karlstein]].
Nachdem Dietzschold die Stelle des Direktors der K. und K. Fachschule für Uhrenindustrie übernommen hatte, stellte er die weitere Entwicklung von Rechenmaschinen ein. Stattdessen brachte er reiche Erfahrungen auf dem Gebiete des Präzisionsuhrenbaues mit, die er in Glashütte gesammelt hatte. In Karlstein strukturierte er die dreijährige Fachschule um und schuf das Konzept für den Fachunterricht. Er schrieb Bücher, die auf die deutschen Uhrmacherschulen großen Einfluss hatten, und sein Lehrplan hatte in allen deutschsprachigen Uhrmacherschulen Gültigkeit. Bis zum Jahr [[1903/de|1903]] leitete er die Uhrmacherschule


Er war Ritter des k. k. österreichischen Franz-Josefs-Orden, Ehrenmitglied der Budapester Uhrmacherkorporation und des ungarländischen Uhrmacher-Gehilfenverbandes.
Er war Ritter des k. k. österreichischen Franz-Josefs-Orden, Ehrenmitglied der Budapester Uhrmacherkorporation und des ungarländischen Uhrmacher-Gehilfenverbandes.  


Curt Dietzschold verstarb am [[5. Mai]] [[1922/de|1922]] in Karlstein.
Curt Dietzschold verstarb am [[5. Mai]] [[1922/de|1922]] in Karlstein an der Thaya).<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Curt_Dietzschold Curt Dietzschold, Wikipedia]</ref>


== Weiterführende Informationen ==
== Weiterführende Informationen ==
*[[:Kategorie:Bildgalerie Archiv Dietzschold, Curt|Bildgalerie Archiv Curt Dietzschold]]
*[[:Kategorie:Bildgalerie Archiv Dietzschold, Curt|Bildgalerie Archiv Curt Dietzschold]]


== Werke ==
== Werke ==

Aktuelle Version vom 27. Januar 2026, 14:01 Uhr

Arithmometer No. 18 von Curt Dietzschold, Glashütte ca. 1877
Arithmometer No. 18 von Curt Dietzschold, Glashütte ca. 1877, mit geöffnetem Deckel

Deutschsprachiger Maschineningenieur, Uhrenschriftsteller und Fachlehrer.

Curt Dietzschold wurde am 25. März 1852 in Dresden als Sohn eines höheren Eisenbahnbeamten geboren. Er studierte am Karlsruher Polytechnikum und Aachener Polytechnikum Maschinenbau und beschäftigte sich zunächst mit der Konstruktion von Uhren. Nachdem er 1873 auf der Wiener Weltausstellung eine Rechenmaschine von Charles Xavier Thomas gesehen hatte, konstruierte er eine eigene Maschine, die sich an der Thomas-Maschine orientierte. Sie wurde 1876 fertiggestell. Nach Vollendung der technischen Studien in Karlsruhe und Aachen kam er um 1876 nach Glashütte und begann bei der damals neu gegründeten Firma Strasser & Rohde sein Schaffen. Vom 21. März bis 23. Oktober 1878 war er sogar Inhaber der Fa. Strasser & Rohde.

Dietzschold begann in Glashütte als Erster mit der Entwicklung von Rechenmaschinen nach eigener Konstruktion. Er fertigte die erste Rechenmaschine in Glashütte, welche sich in der Praxis ungenügend bewährten. Neben Präzisionsuhren baute er noch einige weitere Exemplare von Rechenmaschinen, von denen das Preußische Statistische Amt eine zur Erprobung übernahm.

Als die Österreichisch-Ungarische Regierung für die Uhrmacherschule in Karlstein einen neuen Direktor suchte, schlug man auf Empfehlung von Karl Moritz Grossmann den jungen Ingenieur und Fabrikanten vor. Also verließ er1879 die Stadt Glashütte, und wurde die neuen Direktor der Österreichischen Uhrmacherschule in Karlstein. Nachdem Dietzschold die Stelle des Direktors der K. und K. Fachschule für Uhrenindustrie übernommen hatte, stellte er die weitere Entwicklung von Rechenmaschinen ein. Stattdessen brachte er reiche Erfahrungen auf dem Gebiete des Präzisionsuhrenbaues mit, die er in Glashütte gesammelt hatte. In Karlstein strukturierte er die dreijährige Fachschule um und schuf das Konzept für den Fachunterricht. Er schrieb Bücher, die auf die deutschen Uhrmacherschulen großen Einfluss hatten, und sein Lehrplan hatte in allen deutschsprachigen Uhrmacherschulen Gültigkeit. Bis zum Jahr 1903 leitete er die Uhrmacherschule

Er war Ritter des k. k. österreichischen Franz-Josefs-Orden, Ehrenmitglied der Budapester Uhrmacherkorporation und des ungarländischen Uhrmacher-Gehilfenverbandes.

Curt Dietzschold verstarb am 5. Mai 1922 in Karlstein an der Thaya).[1]

Weiterführende Informationen

Werke