Gaultron, Marin

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Französischenr Uhrmacher

Marin Gaultron lebte in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts Jahrhunderts in Rennes. Seine Uhren stammen aus der Zeit zwischen 1601 und 1630. Er wurde also wahrscheinlich im 16. Jahrhundert geboren. Marin heiratete Françoise Laudray und war in der St Aubin Ansässig. Am 20. April 1616 wurde Tochter Perrine Gaultron geboren.

Beschreibung der Uhr

Vergoldete, ovale Halsuhr, Anfang 17. Jahrhundert. Das Gehäuse sowie der Deckel sind vollständig mit Gravuren verziert. An den Seiten dominiert ein Ranken- und Blütenmuster, auf Deckel und Rückseite finden sich christliche Szenen. Der Deckel widmet sich Jesu Geburt, die Rückseite seiner Auferstehung. Der aufgeklappte Deckel gibt den Blick auf das ebenfalls reich mit Gravuren verzierte Ziffernblatt frei. Auch hier finden sich Blüten und Ranken im Zentrum sowie außerhalb des Ziffernrings. Das Ziffernblatt ist im Zentrum mit den Worten PETER HELE IN NURNBERG signiert, unterhalb des Zentrums findet sich ein geflügelter Engelskopf. Oberhalb des Ziffernrings liegt lang ausgestreckt und auf ihrer linken Seite eine Frau. In ihrem Arm befindet sich ein mit Früchten gefülltes Horn. Unterhalb des Ziffernringes werden außerdem zwei Hasen sichtbar. Der Ziffernring ist mit römischen Stundenziffern ausgestattet, Halbstundenmarkierungen bilden Gravuren in der Form eines „V“. Des Weiteren gibt es aufgesetzte Stundenknöpfe für das Ablesen bei Nacht. Der einzige Zeiger besteht aus gebläutem Stahl und ist an der Spitze durchbrochen und Fleur-de-Lys-artig ausgeführt. Die Uhr wird durch die Rückseite über ein verschließbares Aufzugsloch mittels einem runden Schiebefenster aufgezogen. Das Uhrwerk ist von der Vorderseite eingelegt. Die Rückplatine mit wie folgt signiert: M: Gautron A Rennes. Die verstifteten Platinen des Uhrwerkes sind mit einem gravierten und durchbrochenen Spindelkloben versehen. Die Zapfen lagern in Messing. Das Uhrwerk verfügt über Darmsaite (fehlt) auf Schnecke sowie eine Spindelhemmung. Der dreiarmige Unruhreif besteht aus Stahl. © Uhrenmuseum Wien.

Die Frage ist, ob die Gravur PETER HELE IN NURNBERG original ist. Sie könnte auch viel später hinzugefügt worden sein, um Peter Henlein (Peter Hele) als Erfinder der tragbaren Uhr zu würdigen. Andere Ansichten und Forschungen erwähnen, dass in Blois der Uhrmacher Julien Coudray etwa zur gleichen Zeit kleine tragbare Uhren herstellte.


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