Benzing, Friedrich

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(siehe auch: Benzing)

Deutscher Uhrmacher

Friedrich Benzing wurde 1818 geboren. Er eröffnete 1845 eine Werkstatt in der Schützengasse von Schwenningen. Mit einigen Gesellen fertigt er dort Uhren und Uhrenteile. Am 9. Juli 1863 wird sein Geschäft als Fabrik aufgeführt. Sein Sohn Jakob Benzing übernahm 1876 das Geschäft des Vaters.

Friedrich Benzing verstarb 1881.

Jakob erweiterte die Produktion um ein weiteres Geschäftsfeld: Die Fertigung von Spiral-Gongfedern. Der Export reichte zu dieser Zeit von Böhmen über Österreich bis Ungarn. Unter Jakobs Leitung wurde 1890 ein neues Fabrikgebäude mit Wohnhaus eingeweiht. 1897 begann der Ausbau des Fabrikgebäudes in der Karlstraße 45 bis 47 durch Jakob Benzings Sohn Friedrich Ernst Benzing. Dadurch forcierte die Firma zu einer modernen industriellen Fertigung. Hier wurden unter anderem Schwarzwälder Uhren, Regulatoren, Wecker mit Amerikanerwerken, Baby-Wecker, Taubenkonstatieruhren (ab 1897), Anwesenheitskontrolluhren (ab 1907), elektrische Uhren, Signaluhren und Zeiterfassungssysteme gefertigt.

Ende des 19. Jahrhunderts nahm der Preiskampf unter den Uhrenherstellern im Gebiet um Schwenningen und Schramberg im Marktsegment Wecker und Regulatoren massiv zu. Die Firma Benzing beteiligte sich deshalb an den Uhrenkoventionen der 1890er Jahre nicht mehr. Sie entzog sich diesem ruinösen Wettbewerb indem sie sich auf die Entwicklung und Fertigung von technischen Uhrwerken konzentrierte. Neben Steueruhren und Kontrolluhren wurden ab 1897 auch Taubenkonstatieruhren gefertigt. Zu den Auftraggebern gehörte unter anderen auch die Stadt London, die Benzing mit Steueruhren für Gaslaternen belieferte.

Friedrich Ernst Benzing übernahm 1902 das Unternehmen und baute den Bereich Kontrolluhren aus.

Am 23. März 1929 lässt der Enkel von Friedrich Benzing den Firmennamen Friedrich Ernst Benzing registrieren. Um 1938 beschäftigt die Firma circa 130 Mitarbeiter. 1942 verstirbt der Enkel des Firmengründers kinderlos. Der Betrieb als Kommanditgesellschaft durch die Familie weitergeführt. Ernst und Max Haller konzentrierten sich als Geschäftsführer bei Benzing auf die Datenerfassungssysteme als Produktschwerpunkt. Max Haller erfand 1952 eine maschinell auslesbare codierte Ausweiskarte. Diese eröffnete der Firma Geschäftsfelder: Den Einstieg in Zeiterfassungssysteme.

Für Hauptuhren verwendete Benzing unter anderen Werke von Bohmeyer. Als Nebenuhren kommen auch Uhren von Bürk zum Einsatz. Die zugekauften Werke trugen oft das Benzing-Logo.

Nach dem Tod von Max Haller im Jahre 1968 übernahmen dessen Söhne Max-Ernst und Peter Haller die Leitung der Firma. Sie verlagerten die Produktion in den folgenden Jahren schrittweise in das Industriegebiet Ost von Schwenningen. Die Entwicklung von Mikroprozessoren prägte ab 1975 auch die Firme Benzing.

Inhaltsverzeichnis

Die Aufteilung der Firma Benzing in Spezialbereiche

1984 wird die Firma in drei Spezialbereiche aufgesplittet:

Weiterführende Informationen

Literatur

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