Diskussion:Roskopf-Uhr

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Versuch einer Definition für Rosskopf-Werke: [Bearbeiten]

Genau wie bei den Begriffen Breguet-Spirale und Graham-Ankerhemmung geht es hierbei nicht um die Uhrwerke von Rosskopf, sondern um Uhrwerke, bei denen das Rosskopf-Prinzip verwendet wurde.

  • Ein Rosskopf-Werk ist ein Uhrwerk
mit Stiftenankerhemmung und
ohne Minutenrad.
  • Erläuterung:
Das sog. Rosskopf-Werk kann als die Urform der Stiftenanker-Uhrwerke angesehen werden.
Die um 1798 von Louis Perron erfundene und von Rosskopf (1867 zum Patent angemeldet) für den Einsatz in der Serienfertigung weiter entwickelte Stiftenankerhemmung war schlußendlich Grundlage für die Massenproduktion preiswerter und qualitativ ausreichender Gebrauchsuhren.
In Folge der technologischen Möglichkeiten wurden die Werke zuerst mit seperater Gangpartie (porte-échapement) versehen. Später wurde die Gangpartie im Werk integriert.
Zur Justage des Ganges kann die Eingriffstiefe mit einer Stellschraube an der geschlitzten Grundplatine verstellt werden. Später(Stiftenanker-Uhren von Thiel, Haller, Kienzle und Junghans) findet sich diese Justagemöglichkeit in der skelettiert ausgeführten Anker-Lagerung der Grundplatine.
Durch Wegfall des Minutenrades konnte das Federhaus vergrößert werden. Das auf dem Federhaus 'reibend' angebrachte Wechselrad sorgt für einen veränderten Kraftfluß im Zeigerwerk - Viertelrohr und Stundenrad werden gleichzeitig vom Wechselrad angetrieben.


Leider ist in zeitnahen Fachpublikationen nicht viel über Rosskopf und Stiftenanker zu lesen. Aus heutiger Sicht wurde deren Bedeutung damals völlig unterschätzt.

--Holger 14:45, 1. Aug. 2009 (CEST)

...Bei den nachfolgenden Tabellen handelt es sich um Zähnezahlen bei Rosskopfuhren, also mit indirektem Zeigerantrieb, bei denen der Minutenzeiger außerhalb des Kraftflusses liegt, und zwischen Minutenrohr und Wechselrad — welches mit Verreibung (Reibungskupplung) auf dem Federhaus liegt — eine Untersetzung von 1/4 vorherrscht. Man unterscheidet bei den Rosskopfuhren Radanordnungen:

a) mit normalem Sekundenzeiger,
b) mit Sekunde aus der Mitte.

Infolge der Untersetzung von 1/4 muss zwischen Federhaus und Sekundenzeiger eine Übersetzung von 4*60 = 240 vorliegen.

Bei den Ausführungen mit Sekunde aus der Mitte wird das Sekundenrad und -trieb eingespart und das Bodenrad zum Sekundenrad aus der Mitte überbrückt, wobei die Übersetzung vom Federhaus bis zum Bodenrad gerade so groß gewählt wird, daß zwischen Bodenrad und Sekundenrad aus der Mitte nur noch eine geringe Übersetzung vorhanden ist. Dadurch wird die Zähnezahl des Sekundenrades aus der Mitte groß genug, um die Zahnluft klein zu halten und eine Bremsfeder für den Sekundenzeiger einzusparen, so daß der Sekundenzeiger ohne zu „rupfen" durchläuft.

aus Fachrechnen für die Uhrenberufe von Dipl.-Ing. Emil Unterwagner, 1952

--Alexander Babel 14:04, 13. Aug. 2009 (CEST)

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