Diskussion:Werkfamilie Judith 19

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Nach bisherigen Erkenntnissen können folgende Schlußfolgerungen gezogen werden:

  • Judith A wurde wohl von der Uhrenfabrik Emile Judith hergestellt. Das Gehäuse ist mit der Büffelmarke signiert und somit der Firma Rau in Pforzheim zuzuordnen. Demnach könnte die Uhr zur Zeit des Embargos (1919-1924) in Deutschland hergestellt(montiert) worden sein. Auf Grund der Widmung im Gehäuse (1925) wird von einem Herstellungszeitraum 1924/25 ausgegangen.
  • Judith B wurde wohl von der Uhrenfabrik Emile Judith hergestellt. Das Gehäuse ist mit Niel HF signiert (schweizer und deutscher Kontrollstempel) und somit der Firma Huguenini Frères & Co. zuzuordnen. Demnach dürfte die Uhr nach der Zeit des Embargos (1919-1924) in der Schweiz ca. 1925/6 hergestellt und nach Deutschland exportiert worden sein. Dies passt auch zu den Werknummern.
  • Judith C wurde von Robert Mühle & Sohn in Glashütte zwischen 1920 und 1929 hergestellt. Die Marke VauWe wurde von Mühle während der Zugehörigkeit zur Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken, Tachometer und Feinmechanische Werke (1920 - 1929) verwendet. Die veränderte Räderwerkbrücke deutet auf einen erheblichen Glashütter Arbeitsanteil hin, der Glashütte auf Werk und Zifferblatt rechtfertigte. Ein Herstellungszeitraum zwischen 1920 und 1925 bedeutet Rohwerkimport von Judith - ein Herstellungszeitraum zwischen 1926 und 1929 bedeutet Rohwerklieferung der Ufag. Die Ähnlichkeit mit Judith G läßt einen Herstellungszeitraum zwischen 1926 und 1929 vermuten.
  • Judith D + d wurde wohl 1926/7 von der UFAG in Glashütte nach Unterlagen von Judith auf dessen Maschinen hergestellt. Diese Uhr dürfte eine der ersten Uhren der UFAG gewesen sein. Da man noch nicht in der Lage war eigene Gehäuse herzustellen verwendete man Gehäuse von Rau Pforzheim. Oder nahm man Double-Gehäuse aus Pforzheim, da man selber kein Double herstellen konnte?
  • Judith E wurde wohl um 1927 von der UFAG in Glashütte nach Unterlagen von Judith auf dessen Maschinen hergestellt, da laut Klemmer die ersten Uhren der UFAG mit Tutima, Glashütte signiert waren. Hat man bei der Vergabe der Werknummer mit 50.001 begonnen?
  • Judith F wurde wohl um 1930 von der UROFA in Glashütte nach Unterlagen von Judith auf dessen Maschinen hergestellt. Die Zifferblätter wurden inzwischen mit Uhrenfabrik AG, Glashütte signiert. Von der UROFA wurden keine Werknummern mehr vergeben?
  • Judith G wurde wohl um 1934 von der UROFA in Glashütte nach Unterlagen von Judith auf dessen Maschinen hergestellt. Die Zifferblätter wurden wohl mit der Verwendung von Preßsteinen und damit dem Beginn der Großserienproduktion mit G signiert.
Eine andere Version wäre, daß die Uhr von Mühle hergestellt wurde. Dafür spricht die gleiche Form der Räderwerkbrücke wie sie auch bei den Taschenuhren von Mühle verwendet wurde.

Über die Geschäftsbeziehungen von Robert Mühle & Sohn mit der Uhrenfabrik Emile Judith, Biel (bis 1925) kam wohl auch die Verbindung zwischen Judith und UROFA zustande, die dann 1927 zum Kauf der Uhrenfabrik der Uhrenfabrik Emile Judith durch die UROFA führte.

Verwendung von Zifferblattmarken:

VW-Marke der Vereinigten Werke Deutscher Uhrmacher e.G.m.b.H.Leipzig 1923-24 !
VauWe-Marke von Robert Mühle & Sohn, Glashütte innerhalb der Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken, Tachometer und Feinmechanische Werke 1920-29  !
Tutima Glashütte war nach Klemmer am Anfang die Marke der UFAG 1927/28 ?
Uhrenfabrik AG Glashütte nach Beendigung der Streitigkeiten mit Lange um 1930 ?
G-Marke der DPUG und später auch der UFAG für industriell hergestellte Glashütter Werke ab 1934 ?
T-Marke der UFAG für Uhrwerke in besonderer Qualität parallel zur G-Marke eingeführt ab 1934 ?


--Holger 21:00, 22. Nov. 2008 (CET)

  • Zu Judith C:
Hier muß ich eine Korrektur vornehmen. Uhren mit der Bezeichnung VauWe wurden frühestens ab 1930 in den Handel gebracht. Unter anderem ist dafür das Versandhaus Lustig&Co. aus Dresden bekannt. Gruß Jan
Hallo Jan, woher hast Du Deine Infos? Die Marke VauWe (nicht VW für Vereinigte Werke Deutscher Uhrmacher GmbH) stammt nach meinen Infos von Herrn Mühle sen. eindeutig von Mühle im Zusammenhang mit der Zugehörigkeit zu den Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken, Tachometer und Feinmechanische Werke. Gruß --Holger 21:56, 15. Jun. 2009 (CEST)

Hallo Holger, dazu gab es bereits Veröffentlichungen in den 80ziger Jahren. VauWe enstand u.a. auch deshalb weil der Name VW - (Volkswagen) bereits patenrechtlich geschützt war. Ergänzend möchte ich bemerken, das die bezeichnung VauWe erstmalig im Warenzeichenblatt von 1926 aufgeführt wird. Das Warenzeichenblatt wird vom Patentamt geführt. Gruß --Benutzer:Jan

  • Zur Verwendung von Zifferblattmarken:
Die hier gezeigten Uhrenwerbungen zeigen die Verwendung des Namens Tutima 1930. Gruß --Holger 22:11, 15. Jun. 2009 (CEST)

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