Fertbauer, Philipp


Östereichischer Uhrmacher
Philipp Fertbauer (Ferdbauer) wurde am 7. Juni 1763 geboren und war als Uhrmacher in Wien tätig. Er machte seine Lehre in Wien und wurde Meister-Uhrmacher und Bürger von Wien in 1795. Philipp wurde zum Stadtuhrmacher benannt. Er verwendete häufig Graham- und Amanthemmungen und war laut Hans von Bertele einer der besten Uhrmacher in Wien während der Epoche 1800 - 1850. Der Stadt- und Großuhrmacher war bürgerlicher Meister von 1785 bis 1815. 1795 Meister, 1804 wird er als Obervorsteher der Wiener Großuhrmacher genannt und 1805 zum Schätzmeister benannt. Seine präzisen Zeitmesser waren unverzichtbare Messgeräte für die Sternwarten des Habsburgerreiches und fanden sich u.a. in den Observatorien von Wien, Kremsmünster und Budapest. Laut Stephan von Keeß wurden Fertbauers Uhren in der Wiener k.k. Sternwarte geprüft und befunden, dass sie „beynahe keiner Verbesserung mehr fähig waren“. Er Fertigte Wiener Laterndluhren, Dachluhren, Empire-Pendulen, etc.
Philipp Fertbauer heiratete Maria Anna Lieb in de Mariahilfer Kirche zu Wien. Aus dieser Ehe gingen Leopold Fertbauer (1802-1875), Karoline Fertbauerverheitetet mit Graveur und Künstler Johann Joseph Endletsberger (1782–1850) und Dorothea Fertbauer hervor. Der Vater von Maria Anna Lieb war Leopold Lieb (1771-1836) ein bekannte Historienmaler. Der Sohn Leopold Fertbauer wurde dann auch kein Uhrmacher doch auch Maler, er malte Historienbilder, Einzel- und Gruppenporträts. Seine Schwester Dorothea Fertbauer heiratete Franz Steinfeld (der Jüngere), einen Landschaftsmaler.
Philipp Fertbauer verstarb im Jahre 1820, 57 Jahre alt.
Die beiden abgebildeten Fertbauer-Uhren befinden sich in der Sammlung des Wiener Uhrenmuseums. Im Museum im Schottenstift befindet sich in de Sammlung eine schöne Dachluhr von Fertbauer