Hitler-Tourbillon

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Hitler-Tourbillon

Artikel Die Uhrmacher-Woche 1934 No. 12

Beobachtungsuhr


Der eigentliche Grundgedanke für eine solche Uhr entstand weit vor dem Machtantritt Hitlers. Es sollte eine besonders präzise Uhr mit hoher Ganggenauigkeit entstehen, die einem ausgewählten Wissenschaftler als Anerkennung seiner besonderen Leistungen von der Deutschen Staatsführung überreicht werden sollte. Ob diese Uhr ihre eigentliche Bestimmung je erfüllte ist ungewiss, die Uhr gilt als verschollen.

Im Herbst 1933 wurde diese Uhr zur Prüfung an der Deutschen Seewarte Hamburg zur Prüfung in der Klasse für wissenschaftliche Uhren eingereicht. Sie erzielte dabei hervorragende Gangergebnisse.

Dieses Tourbillon mit Ankerhemmung nach der Konstruktion von Alfred Helwig wurde von Schülern der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte (u.a. August Ludwig Spetzler) unter Anleitung von Helwig gefertigt und Hitler am 6. März 1934 anlässlich seines Besuches der Sonderschau "Sachsens Fleiß" in Leipzig übergeben.

Das Original wurde in einem offenen Silbergehäuse ausgeführt und hatte ein versilbertes Strichzifferblatt und gebläute Stahlzeiger. Das Werk war ausgestattet mit einem halbfliegenden Ankertourbillon und zwei nebeneinander geschalteten Federhäusern, Kompensationsunruh und Goldankerrad mit Diamantdeckstein.

Ein von Spetzler gefertigtes und von Helwig reguliertes Duplikat erzielte einen ersten Preis beim Wettbewerb der Hamburger Seewarte.

Literatur