Mercator, Gerhard

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Niederlandischer (Belgischer) Mathematiker, Geograph, Philosoph, Theologe und Kartograf.

Gerhard Mercator. Kupferstich von Frans Hogenberg 1574

Eigentlich Gerard de Kremer, wurde am 5. März 1512 in Rupelmonde, Flandern geboren. Er studierte Philosophie und Mathematik, von 1534 bis 1537 war Mercator als Mitarbeiter bei Frisius Gemma an der Erstellung von dessen Erd- und Himmelsgloben beteiligt. Er fertigte 1541 für Karl V. eine Erdkugel und eine Himmelskugel, die besten der damaligen Zeit. Im Jahre 1554 erschien seine große Karte von Europa, die seinen Ruf begründete, 1569 seine epochemachende Weltkarte zum Gebrauch der Seefahrer, von der die Reform der Kartographie datiert. Er war es auch, der für die Sammlung der Landkarten aller Länder den Namen Atlas (Mehrzahl: die Atlanten) wählte.

1551 lud ihn Wilhelm der Reiche ein, Professor für Kosmografie an der neu zu gründenden Universität Duisburg zu werden. Mercator nahm das Angebot an und übersiedelte 1552 nach Duisburg, ob Glaubensgründe eine entscheidende Rolle spielten, ist umstritten. Jedenfalls lebte er in der von religiöser Toleranz geprägten Stadt im Herzogtum Kleve vor Anfeindungen sicher.

Dort wurde er im Jahre 1563 zum Kosmographen des Herzogs von Kleve ernannt.[1]

Mercator starb am 2. Dezember 1594 als angesehener und reicher Mann. Sein Grab in der Salvatorkirche zu Duisburg ist verschollen, nur sein prachtvolles Epitaph befindet sich noch dort.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Ralf Kern: Wissenschaftliche Instrumente in ihrer Zeit. Erster Band: Vom Astrolab zum mathematischen Besteck. 15. und 16. Jahrhundert. Köln, 2010. S. 337.

Quellen [Bearbeiten]

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