Stübner, Paul Conrad

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(siehe auch: Stübner)

Paul Stübner
Präzisionsregulator mit Riefler Pendel Nr. 2664, Paul Stübner, Glashütte Sa., Werk Nr. 899, circa 1934
Paul Conrad Stübner
Funkfeuer-Kontaktuhr für den Einsatz auf Feuerschiffen, mit 8 Tage Gangreserve, Paul Stübner Glashütte i. SA, Werk Nr. 814, circa 1930
Werkstatt von Paul Stübner in der Altenberger Straße 36.
Dieses Gebäude heute.

Glashütter Chronometermacher

Paul Conrad Stübner wurde am 2. Juni 1860 in Glashütte geboren. Sein Vater, ein Tagelöhner, hatte weitere vier Söhne. Paul Conrad Stübner war erst sechs Jahre alt als sein Vater starb. Somit stand ihm und seinen Geschwistern eine schwere Kindheit bevor. Sein drei Jahre älterer Bruder Fridolin wurde kurz nach dem Tod des Vaters zu einem Bauern gegeben um der mittellosen Witwe und den Brüdern den Lebensunterhalt zu sichern.

Der Glashütter Steinfasser A. Gollmann nahm den jungen Stübner im zarten Alter von vierzehn Jahren in die Lehre. Es folgte der Militärdienst. 1880 fand er eine Anstellung zunächst als Gehilfe, später als Werkmeister bei Strasser & Rohde. Am 8.4.1888 ehelichte Paul Conrad Stübner in Glashütte Auguste Lina Just aus Altchemnitz (*5.9.1859). Aus dieser Ehe gingen sieben Töchter hervor. Sein Spitzname in der Glashütter Bürgerschaft - Mädchen-Stübner - war hiermit begründet.(siehe auch: Stübner). Tochter Margitta Camilla Stübner heiratete Carl Johann Wehrle, es sind die Eltern von Johann Wehrle (2) und Karl Wehrle .


Mit seiner Gewerbeanmeldung vom 5. Juli 1905 machte er sich als Mechaniker selbstständig. Am 5. Februar 1909 erhielt er die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen und am 25. März eine Bescheinigung über die Teilnahme an einem theoretischen Meisterkurs. Die erste Werkstatt richtete er in seinem Wohnhaus ein. Ermöglicht durch die gute geschäftliche Entwicklung konnte er bereits 1913 seine neuen Werkstatträume in der Altenberger Straße beziehen. Carl Johann Wehrle und Ernst Reiner arbeiteten bei Paul Stübner.

1927 trat die Müglitz mit ungewöhnlicher Wucht über ihre Ufer. Dieser Flutkatastrophe fielen mehrere Häuser in Glashütte zum Opfer. Auch die Werkstatt von Paul Stübner wurde dabei zerstört.

1936 stellte Paul Stübner seine Geschäftstätigkeit aus Altersgründen ein, arbeitete jedoch noch nebenberuflich für Lange & Söhne.

Die Firma Paul Stübner wurde handelsgerichtlich am 22. September 1942 gelöscht. Im November 1946 brannte das Wohnhaus von Paul Stübner, er verstarb wenige Tage später an den Folgen einer Rauchgasvergiftung.

Paul Conrad Stübner war Mitglied der Urania und der Saxonia.


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