Thiell, Johann Georg

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(siehe auch: Thiell)

Johann Georg Thiell
Das Chronometer No. 1
Taschenuhr mit Zylinderhemmung und wandernder Stunde, Johann Georg Thiell, London, Werk Nr. circa 1780

Deutscher Uhrmacher

Inhaltsverzeichnis

Biographie [Bearbeiten]

Johann Georg Thiell (auch Thiellen und Thiele [1]) wurde als Sohn eines Uhrmachers gleichen Namens am 25. März 1714 in Bremen geboren. [2]. Der aus Hamburg stammende Vater erwarb am 10. September 1705 das Bürgerrecht und verstarb im Jahre 1727. J. G. Thiele Jr. erhielt das Bürgerrecht am 30. Oktober 1747 und heiratete Sophie Margarete Gottschalk am 21. November 1747. Johann Georg Thiell verstarb in 1784 und wurde am 22. April beigesetzt. Seine Wohnung und Werkstatt befanden sich am Liebfrauenkirchhof. [3]


G.H. Baillie erwähnt in seinem Buch Watchmakers & Clockmakers of the World auf Seite 311 den Uhrmacher Thiell wie folgt: London, 1768, watch with temperature compensation by brass rods on steel base [4].

Das Chronometer No. 1 des Bremer Uhrmachers Johann Georg Thiell [Bearbeiten]

Zu der Sammlung des Württembergischen Landesmuseums Stuttgart gehört das Chronometer Nr. 1 des Bremer Uhrmachers, welches heute (2015) im Mathematisch-Physikalischen Salon in Dresden ausgestellt wird [5].

Das Chronometer No. 1 des Bremer Uhrmachers Johann Georg Thiell ist das älteste bekannte deutsche Seechronometer. Thiell stattete es mit einer aufwändigen Technik aus. Die Uhr verfügt über zwei Schwingsysteme. Die nicht kompensierte Unruh 2 dient als Gangregler für ein selbständiges Räderwerk mit Kette und Schnecke. Die Unruh 1 mit Kompensation reguliert den Ablauf eines einfachen verzahnten Federhauses. Beide Werke sind miteinander verbunden. Werk 2 dient so als Sekundärantrieb für Werk 1 und garantiert dessen gleichbleibenden Antrieb. Mit den zwei Werken korrespondieren die zwei Zifferblätter. Das Zifferblatt 1 dient der Zeitanzeige, Zifferblatt 2 der Kontrolle des Gleichlaufes beider Werke.

Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, Inventar-Nummer 1968 - 817 [6]

Weiterführende Informationen [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Watchmakers & Clockmakers of the World; Autor: Baillie, G. H.; ISBN 140679113X; Seite 311
  • Meister der Uhrmacherkunst, Wuppertal, 1. Auflage 1977; Abeler, Jürgen; Seite 614
  • Zeitzeugen - Uhren und Uhrmacher aus dem Weser-Elbe-Gebiet seit dem 18. Jahrhundert. Katalog zur Sonderaustellung Uhren von 1750 bis 1840 im Weser-Elbe-Gebiet vom 1. Juli bis 3. September 2006. Heimat- und Museumsverein für Vegesack und Umgebung e.V., Bremen Vegesack, Im Dorfe 3-5
  • Uhrmacherverzeichnis aus der Region Ostfriesland; Fleßner, Ihno

Quellen [Bearbeiten]

  1. Zeitzeugen - Uhren und Uhrmacher aus dem Weser-Elbe-Gebiet seit dem 18. Jahrhundert. Katalog zur Sonderaustellung Uhren von 1750 bis 1840 im Weser-Elbe-Gebiet vom 1. Juli bis 3. September 2006. Heimat- und Museumsverein für Vegesack und Umgebung e.V., Bremen Vegesack, Im Dorfe 3-5
  2. Mathematisch-Physikalischer Salon in Dresden
  3. Olbers’ Vorlesungen Für Die Bremer Museumsgesellschaft
  4. Watchmakers & Clockmakers of the World; Autor: Baillie, G. H.; ISBN 140679113X; Seite 311
  5. Mathematisch-Physikalischer Salon in Dresden
  6. Mathematisch-Physikalischer Salon Dresden

Externe Links[Bearbeiten]

Wilhelm Olbers hielt zahlreiche Vorträge über astronomische, meteorologische, chemische und physikalische Themen in der 1776 gegründeten Bremer „Physikalischen Gesellschaft“, später umbenannt in die Gesellschaft „Museum“. Er wurde 1784 als Mitglied gewählt und gehörte von 1789–1831 dem Direktorium der Gesellschaft an. Der erste Teil des Aufsatzes beinhaltet eine kurze Geschichte der Museumsgesellschaft, die einen der frühesten Ansätze des populären wissenschaftlichen Vortragswesens darstellt. Im zweiten Teil werden ausgewählte astronomische Vorlesungen besprochen. Olbers’ Vorlesungen über Navigation und seine Beschreibung der „Seeuhr“ Johann Georg Thieles, von der ein zweites Exemplar noch existiert, sind Gegenstand des dritten Teils. Eine Aufstellung der naturwissenschaftlichen Vorlesungen der Museumsgesellschaft, der Text von Olbers’ Vorlesung über die Uhr Thieles und das Fragment seines Vortrags über Astrologie sind als Anhang beigegeben.

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