Farcot, Henry Eugène Adrien

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Französischer Uhrmacher und Mechaniker

Henry Eugène Adrien Farcot 1830-1896, abbildung im Sammlung Le musée Farcot
Pendule mit konische Pendel, Farcot à Paris, circa 1890, geliefert an "Schonberger, Wien", im werk "Farcot BTE SGCG A Paris' und '37707', (Farcot Brévet S.G.D.G. a Paris)

Henry Eugène Adrien Farcot (Eugène) wurde am 20. Februar 1830 in Sainville in einem kleinen Haus am "Place de l’Eglise" geboren. Er war der Sohn von Louis François Désiré Farcot (geboren an 5 Vendémiaire an X = Sonntag 27.9.1801) und Emelie Delafoy (8.12.1800). Seine Ausbildung zum Uhrmacher erhielt er um 1850 an der Uhrmacherschule von Cluses, "Ecole d'Horlogerie Cluses" die in 1848 gegründet wurde. Nach aller Wahrscheinlichkeit traf er hier auch Louis Carpano, und brachte ihn Achille Hubert Benoit in die Kunst der Uhrmacherei.

Eugène heiratete Pauline Le Blond (geboren 26.6.1836 Paris) einige Jahren später. Tochter Marguerite wurde am 26 November 1858 geboren, der Sohn Charles Louis Eugène wurde am 10. Mai 1860 geboren.

Bereits in 1853 gründete Eugène ein Uhrenmanufaktur in Saint-Ouen, ab 1860 war ein Büro und verkaufstelle in der Rue des Trois Bornes 39 zu Paris. Eugène Farcot wurde vor allem bekannt durch sein mysteriöse Pendulen mit konische Pendel, und Uhren mit ein Schaukel. Inspiriert von Jean Bernard Léon Foucault. Er erhielt verschiedene Patente in für sein Uhren mit konische Pendel und dazu gehörende Echappementen. Am 25. März 1862, Patent 44 25615, nacher folgten noch Patente in 1865 und 1872, "Echappement Brevet, P20, 36 39097". Seine Kreationen brachten ihm viele Auszeichnungen in verschiede Ausstellungen, beim Weltausstellung in London (1862), Paris (1861, 1867 und 1878) und Philadelphia (1876). Und sogar noch nach sein versterben ein Goldene Medaille in 1900 für ein sprechende Uhr. Farcot verwendete für sein Uhren u.a. Skulpturen nach ein entwurf von Albert Ernest Carrier de Belleuse, Lehrmeister von Auguste Rodin.


Roosevelt Hotel New Orleans, Mystery Clock
Cliffe Castle Museum Mystery Clock

Für die Pariser ausstellungen in 1867 und 1878 wurde ein extra große 3 Meter hohe Uhr mit konische Pendel gebaut. Heute befindet sich diese Uhr im lobby vom Roosevelt hotel in New Orleans. Ein zweite große Uhr wurde für $6,000 verkauft an George William Childs. Achtzehn Jahre nach Childs Tod im Jahre 1894 stiftete seine Frau die Uhr an der Drexel Universität zu Philadelphia, in seinem Gedächtnis. Ein dritte Uhr befindet sich in der Sammlung von The National Watch and Clock Museum. Im Cliffe Castle Museum bei Keighley, West Yorkshire, England befindet sich ein vierte Uhr.

Die Manufaktur wurde nach die mysteriöse Uhren von Jean Eugène Robert-Houdin zusammen mit André Romain Guilmet führend auf dem gebiet von geheimnisvoll laufende Uhren.

Das Geschäft von Eugène Farcot machte ihm Wolhabend und führten ihm zur europäischen Hauptstädten, Er entdeckte bald eine Leidenschaft für Reisen. Er besuchte Italien, Ägypten und Indochine, aus diese Länder brachte er wertvolle Objekte mit. So entstand ein Sammlung von Münzen, Ägypter, Statuetten aus verschiedenen Epochen, etruskische Vasen usw. Eugène war auch sehr begeistert von der Luftfahrt, er erhielt einen Pilotenschein (Ballon), und war Mitglied der "Société Aérostatique et Météorologique de France". Er verfasste auch ein kleines Buch über Ballonfahrten "La navigation atmosphérique", Herausgeber A. Bourdilliat et Cie, Paris 1859. Und ein Reisebericht über die Ballonfahrt "Le Louis-Blanc" in 1870, herausgeber Le Chevalier, 1874, Paris.

Privat war es nicht immer so groß, sein Sohn Charles Louis Eugène verstarb in Algerien am 29 März 1881, noch kein 21 Jahre alt. Seine Tochter Marguerite verheiratet mit Henri Vanderberg verstarb am 21. März 1890 erst 32 Jahre alt. Henri Vanderberg (auch Wandenberg genannt) wurde Nachfolger seines Schwiegervaters an der Spitze der Manufacture d'Horlogerie, hat eine dominante Rolle bei der Durchführung der testamentarischen abwicklung von Eugène Farcot und seine Frau Pauline. Beim austellung in 1900 zeigte Vanderberg ein sprechende Uhr "Pendules à phonographe". Nachher führte Paul Grenon die Firma weiter bis 1914 mit sprechende Uhren als wichtigste Artikel.


Eugène Farcot verstarb am 14. März 1896 in Saint-Maur-des-Fossés, Pauline Le Blond verstarb drei Jahre später. In sein Geburtsort Sainville ist heute ein Museum an Eugène Farcot gewidmet. Hier befindet sich ein ein teil der Sammlung wertvolle Objekte. In diesen Ort ist auch die Place Farcot nach ihm benannt, wo sich auf nr. 2 das Museum befindet. (diesen Ort anzeigen).


Weiterführende Informationen [Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]


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