Frodsham, Charles

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(siehe auch: Frodsham)

Charles Frodsham
Charles Frodsham
Werk Nr. 1896
circa 1841
Charles Frodsham
Taschenchronometer unter dem Label Arnold um 1855 im Mathematisch-Physikalischer Salon Dresden.

Englischer Uhrmacher


Inhaltsverzeichnis


Charles Frodsham wurde am 15. April 1810 als Sohn des Londoner Großuhrmachers William James Frodsham geboren. Im Alter von 14 Jahren begann er bei seinem Vater eine Ausbildung, die letztendlich sieben Jahre andauerte. 1830, im Alter von zwanzig Jahren, reicht er eines seiner ersten Marinechronometer zur Prüfung im Greenwich Observatorium ein und erzielt damit den zweiten Preis, der auf 170 Pfund dotiert ist.

1834 wurde Frodsham zum Mitglied der Royal Society ernannt. Kurz darauf - durch seine beruflichen Erfolge motiviert - beschließt Charles Frodsham eine eigene Firma in London zu gründen. Er erarbeitete sich einen beachtenswerten Ruf als Hersteller von Zeitmessern und als Lieferant von Marinechronometern für die Englische Admiralität. Frodsham lieferte seine hochwertige Uhren an Kunden in der ganzen Welt. Zielstrebig expandierend übernahm er solch renommierte Firmen wie 1843 John Arnold & Co. (nach 1843 firmierte er unter Arnold & Frodsham [1] und fertigte unter dem Label Arnold erstklassige Chronometer [2]), Vulliamy and William Johnson und später auch Grimalde & Johnson. 1854 wurde Charles Frodsham Mitglied der Clockmakers Company und im selben Jahr zum Königlichen Hofuhrmacher und Hoflieferanten ernannt. Bereits ein Jahr später war er Meister der Clockmakers Company. Ab 1858 signierte er seine Uhren mit "Charles Frodsham". Rund 125 Jahre war die Firma Charles Frodsham & Co. mit der Wartung der Königlichen Uhren betraut. Sie war die letzte unabhängige Uhrmacherdynastie, die dafür eine eigene Werkstatt im Buckingham Palace betreiben durfte.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Unternehmen von Charles Frodsham auf allen wichtigen internationalen Messen und Ausstellungen vertreten: In Paris, in Philadelphia, in Sydney und bei der Londoner Weltausstellung von 1851 im Kristallpalast, bei der Frodsham eine Goldmedaille für ein neues Dreiviertelplatinen-Kaliber mit gekreutzter Kette erhielt. Insgesamt erzielte die Firma vierzehn Medaillen und Diplome in dieser Zeit.

Ab 1850 erhielt ein Großteil der besten Frodsham-Uhren die Markierung AD fmsz. Viele dieser Uhren wurden durch das Kew-Observatorium auf ihre Ganggenauigkeit geprüft und erreichten dabei gute Noten. Die Tourbillon-Uhr mit der Nr. 93.9 aus dem Jahr 1906 hält dabei den Rekord.

Charles Frodsham verstarb 1871 [3].

Uhren von Frodsham [Bearbeiten]

Weiterführende Informationen [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Quellen [Bearbeiten]

  1. Watchmakers & Clockmakers of the World
  2. Mathematisch-Physikalischer Salon Dresden
  3. Callweys Uhrenlexikon

Weblinks [Bearbeiten]

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