Golay, David Auguste (2)

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David Auguste Golay, Sentier, Savonnette mit ewigem Kalender, Mondphase, Minutenrepetition und Schleppzeigerchronograph. ca. 1900
Brückenwerk, 2 Hämmer, 2 Tonfedern, Kolbenzahn-Ankerhemmung, Goldschrauben-Kompensations-Unruh
Bronzemedaille wurde zum Gedenken an die Weltausstellung in Paris 1900

Golay, David
(siehe auch: Golay)

Schweizer Uhrmacher

David A. (Auguste) Golay wurde am 1. August in Le Chenit / Le Sentier geboren als Sohn von Georges Auguste Golay (1830-1906) und Marianne Audemars (1827-1898). Nach seiner Uhrmacherausbildung wurde er "Regleur" bei die Firma Jules Jürgensenin Le Locle. Anfang der 1880er Jahre kehrte Golay in seinen Geburtsort Le Sentier zurück und sich Selbständig und öffnete in seinem Geburtsort ein eigene Fabrik "David Golay". 1888 erhielt die Uhrenfirma David Golay an der Schweizerischen Landesausstellung in Zürich eine Auszeichnung für ihre feine Verarbeitung und sorgfältige Fabrikation in der Präzisionsuhrmacherei.

Nach dem Tot in 1912 von Jacques Alfred Jürgensen kam er nach Le Locle zurrück und führte dem betrieb Jürgensen weiter mit Frau Lydia Jürgensen, der Witwe von J. A. Jürgensen. Von [[1916/de|1916 bis ca. 1925 war er alleiniger Inhaber der Firma und stellte hochwertige Uhren her, indem er unfertige Jürgensen-Uhrwerke fertigstellte. Doch bereits in 1919 war er im gespräch mit Heuer. 1924 wurde Jürgensen dann auch an Heuer verkauft. David Golay führte sein eigenes betrieb weiter und verkaufte später die originale Werktisch von Jules-Frédéric Jürgensen an der Sammler Major Paul M. Chamberlain und steht heute im American Clock & Watch Museum in Bristol USA.

Informationen zur abgebildeten Uhr

Das gestufte, roségoldene à goutte Savonnetten-Gehäuse hat mit nahezu 200 Gramm ein beeindruckendes Gewicht und vermittelt so eine angenehme Haptik. Bei "11" und "1" befinden sich zwei Drücker zum Bedienen des Doppelchronographen, ein Schieber dient zum Auslösen der Minutenrepetition. Das weiße Emailzifferblatt hat arabische Zahlen und vier Hilfszifferblätter zum Anzeigen der Wochentage, des Monats unter Berücksichtigung des Schaltjahres, des Datums, sowie der kleinen Sekunde mit zentraler kobaltblau emaillierter Mondphasenscheibe mit eingelegten goldenen Sternen und Mond zum Anzeigen der Mondphase. Vier Schieber am Rand des Zifferblattes dienen zum Verstellen des Kalendariums. Das hochkomplizerte Werk birgt feinst spiegelpolierte Chronographen-Stahlteile, sowie eine feinst polierte, anglierte Doppelzeigerzange mit Schaltrad für Schleppzeiger. Die von Jules-Clément Chaplain signierte Bronzemedaille wurde zum Gedenken an die Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 hergestellt und David Auguste Golay für seine Beteiligung an der Ausstellung verliehen. Auf der Vorderseite der Medaille ist das Bildnis der Nationalfigur der Französischen Republik, Marianne dargestellt. Auf der Rückseite reitet ein Fackelträger auf der Siegesgöttin Victoria, um den Preisträgern Palmen und Lorbeer zu überreichen. Im Hintergrund sind die Ausstellungsgebäude zu sehen.

Jules-Clément Chaplain (1839-1909) war ein französischer Bildhauer und einer der besten Medailleure des Landes. Zusammen mit Louis Oscar Roty (1846-1911) war er Mitbegründer des Jugendstils. © Auktionen Dr. H. Crott - Stefan Muser


Weiterführende Informationen

Literatur