Lavet, Marius

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Lavet, Marius

Marius Lavet (1894-1980)
Lavet Schrittmotor

Französischer Ingenieur, Erfinder und Uhrmacher

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Marius Jean Lavet wurde am 6. Februar 1894 in Clermont-Ferrand geboren (Die Aufzeichnungen der Gemeinde geben zwei unterschiedliche Daten an). Sein Vater war Gastwirt in Clermont. Die Familie Lavet stammte ursprünglich aus Auvergne, Puy de Dome, in der Nähe von Clermont-Ferrand. Lavet studierte an der Ecole des Arts et Métiers in Cluny und der Ecole Supérieure d'Electricité, wo er 1914 seinen Ingenieursabschluss erhielt. Anschließend leistete er Wehrdienst im 1. Weltkrieg und wurde mit dem französischen Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Nach Kriegsende begann er seine Berufslaufbahn beim Uhrenhersteller Maurice Favre-Bulle , ab 1923 arbeite er dann bei Léon Hatot für die Société Anonyme des Établissements Léon Hatot, und baute in dessen Werken den Firmenzweig der ATO-Uhren (batteriebetriebene Penduletten) auf. Für Hatot entwickelte er zahlreiche Patente, unter anderem den Lavet-Schrittmotor, der bis heute seinen Namen trägt und prinzipiell in vielen modernen Uhrwerken und anderen Anwendungen zum Einsatz kommt. 1953 erhalten Lavet und Edouard Dietsch ein Patent für die erste transistorgesteuerte Pendeluhr der Marke ATO.

Lavet war Gründungsmitglied der Französischen Gesellschaft für Chronometrie und lehrte von 1952 bis 1970 an der Ecole Nationale Supérieure de l'Aéronautique. Von 1953 bis 1972 war er Mitglied des technisch-wissenschaftlichen Komitees des Département Technique du Comité Francéclat (CETEHOR). Marius Lavet veröffentlichte Fachartikel in vielen Zeitschriften sowie Lehrschriften und diverse Bücher und wurde für seine Arbeit und Forschung vielfach ausgezeichnet und auch zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Die Association Lavet vergibt seit 2001 jährlich den Prix Chéreau-Lavet.

Marius Lavet verstarb am 14. Februar 1980 in Paris.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Prix Julius Haag (1969).
  • Preis der Académie des sciences in 1971.
  • Goldmedaille des 9. Internationalen Chronometrie-Kongresses in 1972. Philipp-Matthäus-Hahn -Medaille
  • Preisträger der Stiftung Henry Wilde.
  • Nessim-Habif-Preis der UNESCO in 1976.

Veröffentlichungen [Bearbeiten]

  • Patent FR823395: Perfectionnements aux systèmes et appareils de commande électrique à distance, notamment aux moteurs et horloges synchrones
  • Les Horloges de commutation. Chaix, 1943
  • Les horloges de commutation à mouvements mécaniques remontés ou non électriquement. Editions des Annales françaises de Chronométrie, 1949
  • Les horloges électriques à régulation de vitesse par pendules coniques. Revue générale de l'électricité, 1954

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

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