Blois: Unterschied zwischen den Versionen

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''Blois was the leading watchmakers' center in France at that time. The Paris National Library has a manuscript from 1518 by Jean Sapin, the chief tax-collector in Languedoc, which says: "Julien Coudray, watchmaker in Blois, received 200 golden ecus as payment for two fine daggers with watches in their handles, completely gilded (deux horologes toutes dorees), intended for the king's (Francois I) use." After his death in 1532, Florimond Robert, treasurer to three French kings (Charles VIII, Louis XII and Francois I), left twelve watches (French montre, which means a watch that is carried on the person, unlike house and public clocks; nevertheless, some inventories of Blois watchmakers from the early 17th century mention montres a mentre sur table, which means that montre was sometimes the name used for small table clocks, as well). It was not until 1694 that the French Academy defined the word monstre as watch. At first, this word indicated the dial (monstre d'orloge). However, most of the montres mentioned there were probably watches, especially those that had gold and silver cases. The city of Blois, where Francois I, Charles IX and Henri III held court, developed into one of the leading European watchmaking centers. In the reign of Francois I (1515-1547) three or four watchmakers had workshops there, by 1589 there were already twenty-eight, and in 1610 Blois had sixty-three workshops where watches were made. When John Evelyn visited Blois in 1644, he wrote:"Blois is a town in which the language is spoken correctly; people are very kind; the air is so good that it makes Blois the perfect place for raising the king's children. The people are so ingenious that there is no better place in France for the goldsmith and watchmaking trade.“''
''Blois war zu jener Zeit das führende Zentrum der Uhrmacherkunst in Frankreich. Die Pariser Nationalbibliothek besitzt ein Manuskript aus dem Jahr [[1518/de|1518]] von Jean Sapin, dem obersten Steuereintreiber im Languedoc, in dem es heißt: „Julien Coudray, Uhrmacher in Blois, erhielt 200 goldene Écus als Bezahlung für zwei feine Dolche mit Uhren in den Griffen, vollständig vergoldet (deux horologes toutes dorées), die für den Gebrauch des Königs (Franz I.) bestimmt waren.“ Nach seinem Tod im Jahr [[1532/de|1532]] war Florimond Robert Schatzmeister dreier französischer Könige (Karl VIII., Ludwig XIV., Ludwig XIV.). Erst [[1694/de|1694]] definierte die Académie française das Wort „monstre“ als Uhr. Zunächst bezeichnete es das Zifferblatt („monstre d’orloge“). Die meisten der dort erwähnten „montres“ waren jedoch wahrscheinlich Armbanduhren, insbesondere solche mit Gehäusen aus Gold und Silber. Die Stadt Blois, Hofstaat von Franz I., Karl IX. und Heinrich III., entwickelte sich zu einem der führenden europäischen Zentren der Uhrmacherei. Während der Herrschaft von Franz I. (1515–1547) gab es dort drei oder vier Uhrmacherwerkstätten, [[1589/de|1589]] bereits achtundzwanzig und [[1610/de|1610]] zählte Blois dreiundsechzig Uhrenwerkstätten. Als John Evelyn Blois [[1644/de|1644]] besuchte, schrieb er: „Blois ist eine Stadt, in der die Sprache korrekt gesprochen wird; die Menschen sind sehr freundlich; die Luft ist so gut, dass Blois der perfekte Ort ist, um die Kinder des Königs aufzuziehen. Die Menschen sind so …“ „Es ist genial, dass es in ganz Frankreich keinen besseren Ort für das Goldschmiede- und Uhrmacherhandwerk gibt.“''


==Uhrmacher, Goldschmiede und Emailmaler aus Blois==
==Uhrmacher, Goldschmiede und Emailmaler aus Blois==
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* [[Crouin, Jean]]; geboren in 1675, Uhrmacher, Verheiratet am 30. Mai 1701 in Chouzy-sur-Cisse mit Marie-Anne Braut.
* [[Crouin, Jean]]; geboren in 1675, Uhrmacher, Verheiratet am 30. Mai 1701 in Chouzy-sur-Cisse mit Marie-Anne Braut.
* '''[[Cuper]]''', Verschiedene Mitglieder dieser bedeutende Uhrmacherfamilie.
* '''[[Cuper]]''', Verschiedene Mitglieder dieser bedeutende Uhrmacherfamilie.
* [[Delagarde, Jacques]];  (de la Garde), Uhrmacher um m1620, starb in 1669.
* [[Delagarde, Jacques]];  (de la Garde), Uhrmacher um 1620, starb in 1669.
* [[Delagarde, Jean]]; Uhrmacher um 1610.
* [[Delagarde, Jean]]; Uhrmacher um 1610.
* [[Denondon, Abraham]]; geboren 1586, Uhrmacher um 1620-1660.
* [[Denondon, Abraham]]; geboren 1586, Uhrmacher um 1620-1660.
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* [[Oudin, Jacques François]]; 1784-1860, Blois - Saint-Gervais-la-Forêt bei Blois, Uhrmacher.   
* [[Oudin, Jacques François]]; 1784-1860, Blois - Saint-Gervais-la-Forêt bei Blois, Uhrmacher.   
* [[Oudin, Jacques Nicolas]]; geboren 1752 in Chouzy-sur-Cisse bei Blois.
* [[Oudin, Jacques Nicolas]]; geboren 1752 in Chouzy-sur-Cisse bei Blois.
* [[Ourry, Louis]]; 1643-1699, Blois - Paris.
* [[Ourry, Louis (1)]]; 1643-1699, Blois - Paris.
* [[Papin,  Henri]]; Seigneur de la Robinière, 1589-1658, Uhrenhändler.
* [[Papin,  Henri]]; Seigneur de la Robinière, 1589-1658, Uhrenhändler.
* [[Petitot, Jean (1)]]; 1607-1691 Emaillemahler, Vater von Jean (2), verheiratet mit Anne Marguerite Cuper Tochter des Uhrmachers [[Cuper, Sulpice|Sulpice Cuper]].  
* [[Petitot, Jean (1)]]; 1607-1691 Emaillemahler, Vater von Jean (2), verheiratet mit Anne Marguerite Cuper Tochter des Uhrmachers [[Cuper, Sulpice|Sulpice Cuper]].  

Aktuelle Version vom 27. Januar 2026, 11:56 Uhr

Loirebrücke in Blois

Blois

Uhrenstadt in Frankreich von 1500 bis 1700

Die Schule von Blois

Blois in Frankreich (diesen Ort anzeigen) war zur damaligen Zeit nicht nur eine Hochburg der Emailmalerei, sondern auch ein Zentrum der Uhrmacherkunst. Der Ruf der Stadt begann während der Herrschaft von König Franz I. (1515-1547). Die bemalten Emailgehäuse der Schule von Blois hoben sich neben den Werken der Genfer Schule durch ihre einzigartige Schönheit hervor und wurden nicht nur zu ihrer Zeit hoch geschätzt, sondern auch in den folgenden Jahrhunderten als Meisterwerke der Kunst verehrt.


Blois war zu jener Zeit das führende Zentrum der Uhrmacherkunst in Frankreich. Die Pariser Nationalbibliothek besitzt ein Manuskript aus dem Jahr 1518 von Jean Sapin, dem obersten Steuereintreiber im Languedoc, in dem es heißt: „Julien Coudray, Uhrmacher in Blois, erhielt 200 goldene Écus als Bezahlung für zwei feine Dolche mit Uhren in den Griffen, vollständig vergoldet (deux horologes toutes dorées), die für den Gebrauch des Königs (Franz I.) bestimmt waren.“ Nach seinem Tod im Jahr 1532 war Florimond Robert Schatzmeister dreier französischer Könige (Karl VIII., Ludwig XIV., Ludwig XIV.). Erst 1694 definierte die Académie française das Wort „monstre“ als Uhr. Zunächst bezeichnete es das Zifferblatt („monstre d’orloge“). Die meisten der dort erwähnten „montres“ waren jedoch wahrscheinlich Armbanduhren, insbesondere solche mit Gehäusen aus Gold und Silber. Die Stadt Blois, Hofstaat von Franz I., Karl IX. und Heinrich III., entwickelte sich zu einem der führenden europäischen Zentren der Uhrmacherei. Während der Herrschaft von Franz I. (1515–1547) gab es dort drei oder vier Uhrmacherwerkstätten, 1589 bereits achtundzwanzig und 1610 zählte Blois dreiundsechzig Uhrenwerkstätten. Als John Evelyn Blois 1644 besuchte, schrieb er: „Blois ist eine Stadt, in der die Sprache korrekt gesprochen wird; die Menschen sind sehr freundlich; die Luft ist so gut, dass Blois der perfekte Ort ist, um die Kinder des Königs aufzuziehen. Die Menschen sind so …“ „Es ist genial, dass es in ganz Frankreich keinen besseren Ort für das Goldschmiede- und Uhrmacherhandwerk gibt.“

Uhrmacher, Goldschmiede und Emailmaler aus Blois

Nach 1750

Museen

Weblinks

Uhrmacher in Blois, Geneanet, Stammbaum I.Fontaine]] und andere Geneanet seiten.