Nicolaus, Josef: Unterschied zwischen den Versionen

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Datei:Taschenchronometer No. 11 von Josef Nicolaus, Genf, ca. 1877 (2).jpg|Taschenchronometer No. 11 von Josef Nicolaus, Genf, ca. 1877
Datei:Taschenchronometer No. 11 von Josef Nicolaus, Genf, ca. 1877 (1).jpg|Taschenchronometer No. 11 von Josef Nicolaus, Genf, ca. 1877
Datei:Taschenchronometer No. 14 von Josef Nicolaus, Senftenberg ca. 1870 (1).jpg|Taschenchronometer No. 14 von Josef Nicolaus, Senftenberg ca. 1870.
Datei:Taschenchronometer No. 14 von Josef Nicolaus, Senftenberg ca. 1870 (1).jpg|Taschenchronometer No. 14 von Josef Nicolaus, Senftenberg ca. 1870.
Datei:Präzisionspendeluhr No.16 mit Zinkkompensationspendel von Josef Nicolaus, Wien ca. 1890 (1).jpg|Präzisionspendeluhr No.16 mit Zink-<br>kompensationspendel.
Datei:Präzisionspendeluhr No.16 mit Zinkkompensationspendel von Josef Nicolaus, Wien ca. 1890 (1).jpg|Präzisionspendeluhr No.16 mit Zink-<br>kompensationspendel.

Version vom 25. Januar 2026, 20:04 Uhr

(siehe auch: Nicolaus)

Beobachtungsuhr Nr. 88 im Silbergehäuse mit der originalen Magagonischatulle, Vollplatinenwerk, Federchronometerhemmung nach Thomas Earnshaw, große Goldschrauben-Kompensations-Unruh
Kohlmarkt 1 Wien
Präzisionsuhr mit längerer Gangdauer von Josef Nicolaus, Wien, ca 1890

Österreichischer Uhmracher

Josef Nicolaus wurde 1855 in Senftenberg (Böhmen) geboren und absolvierte dort seine Lehre, hier fertigte er seine ersten Uhren an. Nach einer Zeit in Genf war er ab etwa 1885 in Wien tätig wo er im gleichen Jahr zum Meister [1] ernannt wurde. Er war zuerst am Habsburgergasse 1 ansässig (diesen Ort anzeigen) dann (möglicherweise auch gleichzeitig) am Kohlmarkt 1 (diesen Ort anzeigen). Er war vertreten auf der Wiener Ausstellung in 1888 und prämiert in 1893. Das Wohn- und Geschäftshaus am Kohlmarkt 1 wurde "Zum Husaren" genannt. Das späthistoristische Wohn- und Geschäftshaus wurde 1896 von Franz Roth erbaut. Es hat einen turmartiger Eckerker, der von einer Husaren-Reiterstatue aus Kupfer bekrönt wird. Heute befindet sich im Laden unten die Firma Cartier.

Josef Nicolaus war nicht nur Uhrmacher, sondern auch Chronometermacher und leidenschaftlicher Uhrensammler. Uhren aus seiner eigenen Herstellung sind sehr selten; deutlich umfangreicher scheint die Sammlung gewesen zu sein, die er selbst zusammentrug und die er gegen Ende des 1. Weltkriegs dem Wiener Uhrenmuseum verkaufte - u.a. für eine Kohlelieferung im strengen Winter 1918. Leider sind von diesen Hunderten seltener Uhren die meisten im nächsten Krieg verloren gegangen. Erhalten geblieben sind Uhren von unter anderem Roman, Melly et Roux, Christian Holzmann, Edward John Dent, Elgin, James McCabe (1), Pierre Le Roy. Jean Antoine Lépine André Hessen, Breguet & Fils etc. Von Nicolaus gefertigte Uhren sind auf dem Markt kaum zu finden; stets aber sind sie von höchster Qualität. Das Wiener Uhrenmuseum besitzt einige seiner Werke, u.a. eine Sekundenpendel-Uhr und einige Taschenchronometer. Verschiedene von ihm verkaufte Reiseuhren findet mann noch oft bei Auktionen.

Die hier abgebildete schwere Beobachtungsuhr mit den originalen Schlüsseln und in hervorragendem Zustand zeugt vom Können dieses bedeutenden österreichischen Uhrmachers und Chronometerbauers. Im Laufe der Zeit häufig verloren, hier aber noch vorhanden: die originale dreiteilige Holzschatulle. Diese Uhr war Bestandteil der Sammlung Le Roy in Paris. [2]

Josef Nicolaus verstarb am 28. Februar 1923 [3], 68 Jahre alt.

Weiterführende Informationen

Quellen

  1. Meister der Uhrmacherkunst, Autor: Abeler, Jürgen, Wuppertal, 1. Auflage 1977, Seite 453
  2. Auktionen Dr. H. Crott -Stefan Muser
  3. Meister der Uhrmacherkunst, Autor: Abeler, Jürgen, Wuppertal, 1. Auflage 1977, Seite 453