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Revue Thommen

REVUE THOMMEN
Firmenlogo
Digitaluhr um 1890 von Gédéon Thommen
REVUE THOMMEN
Heritage Collection

Schweizer Uhrenfabrik

Geschichte

1859 übernahm der Uhrmacher Louis Tschopp und der Unternehmer Gédéon Thommen die Rohwerkefabrik „Société d’Horlogerie à Waldenbourg“. Die Firma prosperierte rasch. 1860 trennte sich Thommen von Tschopp. Neben preiswerten Rohwerken mit Zylinder - und Ankerhemmung produzierte Thommen auch fertige Taschenuhren und Uhrgehäuse, u.a. eine Uhr mit Digitalanzeige nach einem englischen Patent für Thommen aus dem Jahr 1885. Nach dem Tod von Gédéon Thommen im Jahre 1890 übernahm dessen Sohn Paul "Alphonse" die Firma. Ab 1905 hieß die Firma „Thommens Uhrenfabrik AG“. Ab 1916 arbeitete Reinhard Straumann als Konstrukteur und später als technischer Direktor bei der Uhrenfabrik Thommen in Waldenburg. Außer Uhren wurden auch Präzisions-Messinstrumente für die Luftfahrt hergestellt.

Bis 1932 führte Alphonse die Firma "Thommens Uhrenfabrik AG". Anschließend übernahm Hermann Straumann, der Ehemann von Fanny Mathilde Thommen (Schwester von Alphonse), die Geschicke der Firma bis 1938. Sein Sohn Dr. Roland Straumann-Beck besaß anschließend die Aktienmehrheit der Manufaktur und behielt sie bis zu seinem Tod. Um 1950 hatte Thommen alles, was eine Uhrenmanufaktur ausmacht. Selbst entwickelte Werke und Uhren, deren Bestandteile im eigenen Haus hergestellt wurden. Sogar die nötigen Maschinen und Werkzeuge wurden selbst entwickelt und gebaut. Einen wesentlichen Anteil daran hatte sicher der begnadete Konstrukteur Reinhard Straumann, der 1916 in die Firma eintrat. Er entwickelte nämlich die Zeitwaage (1926), die Nivarox-Spirale (um 1933) und die Nivaflex-Zugfeder (1948 patentiert)!1961 erwarb das Unternehmen die "Vulcain et Studio SA", "Buser", "Phénix" und "Marvin" und gründete die "Manufactures d'Horlogerie Suisses Réunies SA" (MSR-Holding). Ziel war es, durch Aufteilung der Aufgaben die Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen. Thommen war für die Herstellung von Uhrwerken zuständig. Von nun an wurden Revue-Uhren im Auftrag der MSR von Vulcain hergestellt, die Uhrenproduktion in Waldenburg also eingestellt. 1973 wurde auch Marvin aus La-Chaux-de-Fonds in die MSR aufgenommen. Die Gruppe hatte um diese Zeit etwa 600 Mitarbeiter. Man versuchte durch Aufteilung der Herstellung der Quartz-Revolution entgegenzutreten. Die MSR produzierte Uhren unter dem Markennamen Revue. Ab 1987 wurde der Doppelname Revue Thommen verwendet, um die Verbindung mit den Thommen Fluginstrumenten deutlich zu machen. Trotz aller Anstrengungen führte die Quarzkrise zum Konkurs eines Großteils der Schweizer Uhrenbranche. Durch den Konkurs der Vulcain und der Auflösung der MSR Holding wurde die Uhrenproduktion schließlich 1999 eingestellt. Nach dem Tod von Dr. Roland Straumann-Beck gingen die Aktien in den Besitz seiner Kinder über. Diese übertrugen die Lizenz zur Herstellung und Vertrieb der Armbanduhrenmarke Revue Thommen im Jahr 2001 an die Grovana Uhrenfabrik AG in Tenniken.

Im Jahr 2012 gründeten Andreas Thommen, ein direkter Nachfahre von Gédéon Thommen aus der 4. Generation und Roland Buser, ein Uhrmacher in dritter Generation, die GT Thommen Watch AG. Ihr Ziel war, die Uhrenmarke Revue Thommen zu revitalisieren und wieder in der Baselbieter Region zu produzieren. 2014 übernimmt für die Produktion von Revue Thommen-Uhren die Depa Luxury Distribution GMbH. Die Neulancierung mit neuen und bestehenden Modellen erfolgte an der Baselworld im März 2015.


Weiterführende Informationen

Uhrenmodelle

Uhrwerke

Archiv

Anschrift

Revue Thommen Watches c/o Depa Luxury Distribution GmbH
Junkholzweg 3
CH - 4303 Kaiseraugst
E-Mail: [[email protected]]
Website; Revue-Thommen Watches

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