Garnier, Paul Jean

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(siehe auch: Garnier)

Paul Jean Garnier
Hochfeine Reiseuhr mit Viertelstundenselbstschlag, Grande Sonnerie und Viertelstundenrepetition, Wecker und Tag- und Datumsanzeige
Garnier Digitale Uhr Nr. 2591

Französischer Uhrmacher

Paul Jean Garnier wurde am 16. November 1801 in Épinal (Vogezen) geboren. Paul war gezwungen, seine berufliche Laufbahn als 10-jähriger Junge als Lehrling in einer Druckerei zu beginnen, danach absolvierte er eine Schlosser-Lehre in Épinal und schließlich wurde er Uhrmacher.

Inhaltsverzeichnis


Sein beruflicher Werdegang führt ihn von seinem Geburtsort nach Luxeuil-les-Bains. und dann weiter nach Paris, wo er in der Werkstatt von Jean Antoine Lepine und später bei Antide Janvier seine Ausbildung zum Uhrmacher vollendet. Janvier sprach ihm nach der Lehre das Recht zu, den Titel Eleve d´ Antide Janvier (Schüler von Antide Janvier) zu führen.

Paul Garnier gilt als bedeutender Uhrmacher und Inhaber verschiedener Patente, u.a. für Hemmungssysteme und sonstiger Uhrenvorrichtungen. Die nach ihm benannte Garnier-Hemmung entwickelte er im Jahr 1829 und erhielt dafür 1830 ein Patent. Er standardisierte den Uhrentyp Reiseuhr und war fortan auf diesem Feld führend. 1825 gründete er sein Geschäft in der Rue Taibout 8 bis, Paris (diesen Ort anzeigen). Er signierte seine Uhren mit Paul Garnier, Horloger & Mecanicien a Paris, Horloger Mecanicien de la Marine und Horloger du Roi.

Bekannt wurde die Firma als bedeutender Lieferant für Bahnhofsuhren der Französischen Eisenbahngesellschaft. Auch Elektrische Uhren für Fabrikanlagen, Büro's und Staßen gehörten zum Sortiment der Firma. Garnier lieferte 1895 auch die Turmuhr für den Dolmabahçe Palast. Werkstatt und Verwaltung befanden sich in der Rue Beudant 9, die Verkaufstelle war auf dem Boulevard Haussmann 17.

1853 erhielt er ein 6-jähriges Patent (Brevet d'invention Nr. 15915) für einen Rechenmaschine . Das Gerät war eine einfache und zuverlässige Konstruktion und einen uhrenähnlichen Ergebnismechanismus (Zifferblätter).

Garnier gilt als der erste Franzose, der ein Patent für eine Elektrische Uhr besaß. Für diese Uhr erhielt er 1851 eine Goldmedaille auf der Ausstellung in London. Garnier war Mitglied der "Société des Ingénieurs civils" und Juror der Besançoner Weltausstellung von Uhren. Die Französische Regierung erhob ihn am 26. September 1883 in den Stand eines Ritters der Ehrenlegion. Am 29. Oktober 1889 wurde zum Offizier benannt.

Paul Garnier war mit Mélanie Abel Duval verheiratet und hatte eine Tochter - Virginie (1830-1912) und einen Sohn Paul-Casimir Garnier.

Jean Paul Garnier verstarb am 14. Januar 1869 und wurde auf dem Friedhof Père-Lachaise beigesetzt.


Nachfolger

Der Sohn Paul-Casimir übernahm gemeinsam mit dessen Vetter Paul-Pierre Blot Garnier die Nachfolge im väterlichen Betrieb. Nach Paul-Casimir´s Tod im Jahre 1916 leitete Blot Garnier die Geschicke des Unternehmens allein weiter bis dieses 1933 durch Léon Hatot (ATO) übernommen wurde. Unter Hatot´s Leitung erfolgte die Verlegung der Produktion nach Besançon. Dieser Umzug konnte ein Jahr nach der Übernahme im Jahre 1934 abgeschlossen werden.

Die Marke Paul Garnier

Armbandchronograph mit Tachymeterskala und "Panda" Zifferblatt, Paul Garnier, France, Scuba, Geh. Nr. 442357, Cal. Val. 72, circa 1968

Bis Mitte der 1970er Jahre wurden Armbanduhren unter dem Markennamen Paul Garnier verkauft. Die Werke für diese Uhren kamen aus Frankreich, Deutschland, und der Schweiz. Bei Schweizer Uhren mit automatischem Aufzug findet man oft die Beschriftung Hyde Park Watch Co, einer Amerikanischen Marke von Grosjean Freres in La Chaux-de-Fonds.

Weiterführende Informationen

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