Barbezat-Baillot, Charles-Ami

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(siehe auch: Barbezat und Baillot)

Charles-Ami Barbezat-Baillot
1847 - 1938
Barbezat-Baillot, Charles-Ami
Zifferblattsignatur einer Taschenuhr
Taschenuhr Le Phare, Nr. 72909, circa 1900
Kreuzform im Fliehkraftregler-Käfig
Le Phare, Le Locle "Tempora" Savonnette mit Minutenrepetition und Chronograph Werk Nr. 45669 um 1890

Schweizer Uhrenfabrikant

Inhaltsverzeichnis

Biographie [Bearbeiten]

Charles-Ami Barbezat-Baillot wurde am 6. März 1847 als Sohn von Charles Henri Barbezat (1809-1889) in Bayards (Neuchâtel) geboren. Sein Geburtsname war Charles-Ami Barbezat, den Doppelnamem trug er seit seiner Heirat im Jahre 1883. Er war der Bruder von Henri Barbezat-Bôle.

Charles Barbezat absolvierte bei Henri Victor Jean Guye eine Uhrmacherlehre. Henri Guye-Houriet erkannte früh die Begabung des jungen Barbezat weswegen er ihn später zum Teilhaber machte und sein Handelshaus daraufhin 1867 in "Guye & Barbezat" umbenannte. Um 1875 heiratete Charles und erweiterte seinen eigenen Nachnamen mit dem seiner Frau Baillot zu Barbezat-Baillot. Aus dieser Ehe gingen 8 Kinder hervor: 1875 Charles Alfred, 1876 Samuel Henri, 1877 Emile Eduard, 1879 Alfred Louis sowie Philippe Albert, 1883 Elisabeth, 1888 André Maurice und 1892 Marguerite.

1877 stirbt Henri Guye und Charles Barbezat führte das Handelsgeschäft alleine weiter. Durch den Erwerb eines Hauses in der Rue de la côte 32 in Le Locle hatte er endlich genügend Platz für mittlerweile 10 Angestellte, welche auch Reparaturen von Schiffschronometer und komplizierten Uhrwerken durchführten. Am 04.03.1879 Erteilung des US-Patent Nr.212.882 (Patent für eine Kalenderuhr). 1880 Goldmedaille in Gröningen.

Juli 1881 ebenfalls eine Goldmedaille in La Chaux-de-Fonds auf der Nationalen Uhrenausstellung für verschiedene Taschenuhren mit Kalendarien. Am 17. Februar 1883 wurden unter der Nr.876 die Marke Tempora, sowie unter der Nr.877 Viam temporis illumino als Markenzeichen eingetragen. Durch steigende Nachfrage erhöhte die Belegschaft ihre Produktion.

Auf der Kolonial- und Exportausstellung in Amsterdam ("Internationale Koloniale en Untvoerhandel Tentoonstellung" 01.05. - 01.11.1883) wurde eines von zwei Großen Ehrendiplomas für Schweizer Aussteller überreicht - das zweite bekam Patek Philippe & Co.. 1883 änderte Charles Barbezat den Firmennamen in C.Barbezat-Baillot. Die Zifferblätter wurden entweder mit "CB" oder "C.Barbezat-Baillot, Le Locle" signiert.

Am 30. November 1888 wurde in Le Locle der Markenname Le Phare eingetragen. Bei der Ausstellung in Paris im Jahre 1889 wurde Charles Barbezat-Baillot eine Goldmedaille für die hohe Qualität seiner Werke verliehen. 1896 erhält er eine weitere Goldmedaille bei der Nationalen Ausstellung in Genf.

1896 Fertigstellung des Fabrikgebäudekomplexes, welcher mit stetigen Anbauten an das ursprüngliche Wohnhaus von Ch.Barbezat-Baillot ab 1883 die Produktionsräumlichkeiten der steigenden Nachfrage ständig erweitern musste. Mittlerweile beschäftigte die Firma 200 Angestellte und die Organisatoren der Internationalen Ausstellung in Brüssel ernannten Charles Barbezat-Baillot als Mitglied ihrer Jury. Am 3.März 1905 wurde durch den anhaltenden Erfolg der Firmenname von Barbezat-Baillot in Le Phare umbenannt. 1905 gewann Charles Barbezat-Baillot auf der Weltausstellung in Lüttich ("Exposition Universelle et Internationale de Liège" 27.04. - 06.11.1905) den "Hors Concours".

Goldmedaille 1906 bei der Internationalen Ausstellung ("Esposizione Internazionale del Sempione", 28.04. - 11.11.1906) in Mailand. Goldmedaille 1914 in Bern auf der Schweizer Landesausstellung (15.05. - 15.10.1914).

Da Charles Barbezat-Baillot der Schweizer Rüstungsindustrie seine Unterstützung verweigerte, verkaufte er aus religiösen Gründen seine Firma an Jämes Favre, dem Eigentümer der Zenith S.A..

Charles Barbezat-Baillot galt als innovativer Hersteller von Repetitionen. Auch andere Uhrenhersteller wie zun Beispiel "Audemars & Frères" (siehe auch: Audemars, Louis-Benjamin (1)) und "Invicta" verwendeten deshalb seine Werke. Am Unruh-Kloben oder der Kreuzform im Fliehkraftregler-Käfig kann man Le Phare von Angelus- oder Invicta-Werken unterscheiden. [1]

Markennamen [Bearbeiten]

Weiterführende Informationen [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

Patente [Bearbeiten]

  • 1878 US-Patent-Nr.212882; Korrektur-Regler für Kalenderfunktionen
  • 1889 CH-Patent-Nr.334 (US-Patent-Nr.433225); Verbesserung des Mechanismus eines Schlagwerks
  • 1889 GB-Patent-Nr.5799; Schlagwerk
  • 1890 US-Patent-Nr.433225; Verbesserung des Mechanismus eines Schlagwerks
  • 1892 CH-Patent-Nr.4067; Behältnis für Schlagwerksuhren
  • 1893 CH-Patent-Nr.6016;
  • 1894 CH-Patent-Nr.7782; Drücker
  • 1896 CH-Patent-Nr.12176; Reiseuhr
  • 1897 CH-Patent-Nr.13244; Drücker
  • 1897 CH-Patent-Nr.13247; Drücker
  • 1904 CH-Patent-Nr.27833; Mechanismus eines Chronographen
  • 1908 CH-Patent-Nr.39941;
  • 1909 CH-Patent-Nr.42919; Schlagwerksuhr mir Drücker
  • 1909 CH-Patent-Nr.43334;
  • 1910 CH-Patent-Nr.46042;
  • 1913 CH-Patent-Nr.57342;
  • 1913 CH-Patent-Nr.59478;
  • 1914 CH-Patent-Nr.63621;
  • 1914 CH-Patent-Nr.66162; Mechanismus eines Weckers
  • 1914 CH-Patent-Nr.67281;
  • 1916 CH-Patent-Nr.71788;
  • 1921 CH-Patent-Nr.89147;
  • 1923 CH-Patent-Nr.98424;
  • 1923 CH-Patent-Nr.99405;
  • 1924 CH-Patent-Nr.107089;

Quellen [Bearbeiten]

  1. Faszination Uhrwerk: Geschichte Le Phare

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