Taschenuhr

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Tragbare, kleinere Uhr (franz. Montre)

Nürnberger Ei
Elias Weckherlin fertigte um 1650 eine Uhr mit Weckwerk.
Französische Goldemail Spindeltaschenuhr um 1780 mit korrespondierendem Chatelaine

Die Entwicklung von Taschenuhren wurde erst möglich, nachdem im frühen 15. Jahrhundert der Federantrieb erfunden wurde. Die Form der Taschenuhr entwickelte sich aus den frühen Dosenuhren. Die Taschenuhren zur Zeit ihrer Erfindung waren rund, aus Eisen hergestellt und ca. 2 cm hoch, sowie ca. 6 cm im Durchmesser groß.

Unterschieden wird zwischen offenem (Lépine) und geschlossenem (Savonnette) Taschenuhrtyp.

Geschichtliche Eckdaten [Bearbeiten]

Anfangs wurden die Taschenuhren oft verdeckt (Sackuhren) getragen.

Im 18. Jahrhundert gefertigte Taschenuhren sind dann schon oft Schmuckstücke, die mittels Châtelaine repräsentativ offen an der Kleidung oder am Gürtel getragen wurden.

  • Um 1700 erhielten die Uhren auch Minutenzeiger
  • Ab 1708 kamen getriebene Gehäuse zum Einsatz
  • Um 1720 wurden die ersten Lagersteine hergestellt
  • 1726 wurde der Zylindergang erfunden
  • 1740 kamen 4-farbige Goldgehäuse auf

Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurden sie meist in der Westentasche aufbewahrt. Häufig wurden Taschenuhren auch mit Wecker-, Schlag- und Repetierwerken, mit Chronographen, Datumsanzeigen, Spielwerken und Automaten ausgerüstet.

Literatur [Bearbeiten]

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