Dodane

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(siehe auch: Dodane Familie)

Dodane

Dodane Logo
Charles "Alphonse" Dodane
Usine Hydraulique de la Rasse
Fabrik von Dodane um 1915 in La Rasse (Abgerissen)
Uhrenfabrik A. Dodane Fils Morteau
Dodane Morteau
Die Fabrik von Dodane in Besançon, Avenue de Montrapon 5 und 7, steht heute unter Denkmalschutz.
Dodane, Type 21, Geh. Nr. 210328, Cal. Val. 222, circa 1968

Französische Uhrenhersteller.

Inhaltsverzeichnis

Alphonse Dodane & François Xavier Youbert

Die Dodane Uhrenfabrik wurde 1857 von Charles "Alphonse" Dodane (18391906) und dessen Schwiegervater François Xavier Youbert gegründet. Ziel war die Fertigung von Taschenuhren und Ebauches. Die Fabrik Usine Hydrolique De la Rasse stand in La Rasse an der Doubs, direkt an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz (diesen Ort anzeigen), etwas nördlich von La-Chaux-de-Fonds. Die Antriebsenergie für die Maschinen lieferte eine Wasserkraftanlage in der Doubs. Er Gründete nachher ein Geschäft in einer Bauernhof im Route du Mont du Pré, Fournet-Blancheroche. Er übernahm es von sein Schwiegervater François Xavier Youbert. Er siedelte um nach Morteau um "von Strom und Schiene profitieren", so die Überlieferung der Familie.

Marie Charles Adolphe Dodane

1896 gründete Marie "Charles" Adolphe Dodane ein Geschäft in Morteau Er ließ zwischen 1901 und 1902 ein Haus (derzeit 4 chemin des Acacias) mit einer Produktionswerkstatt errichten, die er zwischen 1918 und 1920 mit einer Fabrik (15 rue de la Louhière) fertigstellte. Hier arbeitete anfangs auch sein Bruder Gabriel Alphonse Dodane und Joseph Just Dodane. Der Sohn Pierre Dodane übernah sein Vaters Geschäft und wurde Umbenennt in Ets Pierre Dodane. Er verkaufte Uhren unter dem Markennamen Artisana. Als Opfer von Sehproblemen verkaufte er seine Firma am 11. Januar 1954 an Jean Guillemin, einen anderen Uhrenhersteller aus Morteau. Das Fabrikgebäude beherbergt die Firma ETS Jual mit der Uhrenmarke "Diana" vorher eine Marke von Paul Bessot-Frésard et Fils in Charquemont.

Gabriel Alphonse Dodane

1905 gründete Gabriel Alphonse Dodane sein eigenes Geschäft in Morteau um im Rue de l' Helvétie 36 et 38. Er nennte seine Firma Alphonse Dodane Fils als Nachfolger seines Vaters. Mit dem Kauf des Nachbarhauses in 1920 vergrößerte er sein Geschäft, es war im Besitz von Jules Ignace Wetzel. Zu diesem Zweck wurde auch dieses Haus umfassend renoviert. Dodane war anfangs Lieferant von gewöhnlichen Uhren, aber im Ersten Weltkrieg wurde die Firma mit der Lieferung von Uhren für die Armee beauftragt. Es wurden Marine Chronometer, Chronographen Borduhren und Flugzeuginstumente hergestellt. 1917 konstruierte Gabriel Dodane einen Rückläufer-Chronographen, der für die französischen Bombenflugzeuge benötigt wurde. Die Firma war hochspezialisiert auf die Fertigung von Chronographen. So bauten sie auch Uhren für andere Hersteller wie Jaeger-LeCoultre und Breguet. Alle Chronographen aus dem Hause Dodane mit seinen verschiedenen Modellen hatten das gleiche rostfreie Stahlgehäuse mit verschraubtem Boden und gravierter Lünette. So enstand bereits im ersten Weltkrieg eine Modellpalette, deren Tradition sich bis heute fortsetzt. Am 28. Juli 1924 ging die Firma jedoch bankrott, also war die Firma Alphonse Dodane Fils von sein Bruder Marie "Charles" Adolphe Dodane nachfolger der ursprüngliche Firma von Charles "Alphonse" Dodane. Das Gebäude wurde von Jequier et Cie (la "Fabrique neufchâteloise de Verres de Montres", (Uhrgläser) übernommen. Um 1931 kehrte das Gebäude über die Firma Dodane Frères SA zur Familie Dodane zurück.

Dodane Frères

Die Brüder Marie François "Xavier" Dodane und Edmond Marie Ernest Dodane gründeten die Firma "Dodane Frères SA". Es gab noch 4 Brüder in der Familie, aber es ist nicht sicher, ob sie Teilhaber in dieser Firma waren. 1931 gelingt es die Brüder, das ursprüngliche Gebäude ihres Vaters zurückzugewinnen, das aufgrund des Bankrotts ihres Vaters den Besitzer gewechselt hatte. Die "Manufacture française de Chronographes des Ets Dodane Frères", die die Marke Vincit betreibt, berichtet Anfang 1948, dass sie französische Rohlinge für ihre Uhrenproduktion verwendet, aber auch ihre eigenen Rohlinge herstellt. Die Firma spezialisiert auf die Herstellung von Chronographen und lieferte auch Komponenten an andere Uhrenhersteller besonders für die Firma ihres Bruders Raymond Dodane.

Raymond Dodane

1929 gründete Raymond Dodane als nachfolger von Gabriel Alphonse Dodane seine eigene Firma in Besançon. Sein Onkel "Joseph" Just Dodane arbeitete bereits in Besançon und war spezialisiert auf die Herstellung von Chronographen, Uhren mit Repetitionsschlagwerk, Wecker und Kalenderwerk. Er abreitete zuerst im Glacis d'Arènes 21, und nachher im Avenue Georges Clemenceau 14. [1938/de/1938]] hatte er Pläne für eine völlig neue Fabrik. Trotz des Krieges wurde die neue Fabrik nach schwierigen Umständen und einem Architektenwechsel 1943 fertiggestellt. Dodane entwickelte sich zu einem der wichtigsten Lieferanten von Borduhren für die Französische Flugzeugindustrie und auf diesem Gebiet zu einem Konkurrenten von beispielsweise LIP, Geismar, Jaeger oder Thommen in Waldenbourg (CH). 1940 wurde Frankreich teilweise von Deutschen Truppen besetzt und einige Fabriken mußten für die Deutsche Besatzungsmacht Militäruhren herstellen und reparieren. Aus diesem Grunde gelangten auch Glashütter Chronographen nach Besançon in die Fabrik Dodane. Dodane verkaufte später diese Chronographen wobei die Glashütter Original-Signatur auf dem Zifferblatt mit drei Sternen überdeckt wurde. Es ist nicht klar, ob diese Uhren für den zivilen oder militärischen Gebrauch bestimmt waren. Laurent Dodane sagte dazu, daß es nur eine kleine Stückzahl war. Dodane fertigte auch Uhren für Fallschirmspringer, Kampfschwimmer und Armeetaucher.

Laurent und Michel Dodane

Ende der 1950er Jahre entwickelte Dodane einen Flyback Chronographen. Dieser wurde zwischen 1960 und 1980 als Type 20 beziehungsweise 21 in Serie gefertigt. Man verwendete Werke von Valjoux (Cal.22) und stattete die Anzeige mit zwei Hilfszifferblättern aus. 50 Stück mit drei Hilfszifferblättern wurden speziell für französische Hubschrauberpiloten gebaut. Für die Version mit den zwei Hilfszifferblättern wurden mehrere Zifferblattsignaturen verwendet: Dodane, Airan, Chronographe Militaire, Chronofix und Airin. Bei fast allen Uhren war der Boden mit dem Phönix des Observatoriums von Besancon graviert. Laurent und Michel Dodane übernahmen 1983 den Betrieb von ihrem Vater Raymond Dodane. Die Firma Dodane lieferte u.a. Borduhren für Fluzeuge von Aérospatiale, Rafaele, für die Mirage 2000 und den Deutsch-Französichen Hubschrauber Eurocopter Tiger Type 211 und 311. Diese sehr genauen 2-MHz-Quartz-Borduhr entstand nach einer Studie der Deutschen Bundeswehr.

Cédric Dodane, Laurent Dodane und Etienne Dodane

1992 geriet die Firma in finanzielle Schwierigkeiten, die verkauf von Uhren blieb nach und die Firma wurde unter Zwangsverwaltung gestellt, 1994 wurde Konkurs angemeldet und schließlich liquidiert. Laurent Dodane kaufte die Rechte für die Marken Laurent Dodane und Dodane zurrück um diese Traditionsmarke wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Cédric Dodane, der Sohn von Laurent, etablierte den neuen Markennamen: Dodane 1857. Der Senior-Chef war anfangs skeptisch bezüglich der Namensrechte. Doch der Erfolg gab dem Junior Recht und überzeugte auch den Vater: Unter Leitung von Cédric Dodane gelang der Marke ein Comeback. Die Firma DODANE liefert heute wieder Armbandchronographen für Piloten und Liebhaber, ausgestattet mit dem Basiswerk ETA 2892 und dem Chrongraphenenmodul von Dubois Dépraz Kaliber 42021 und 42022.

Laurent Dodane ist heute Technischer- und Administrativ-Direktor bei ANODE, einer Tochtergesellschaft von DODANE, und verantwortlich für die Verkauf von Borduhren. Etienne Dodane organisiert den Verkauf in England wo er auch derzeit wohnt.

Weiterführende Informationen

Marken

  • Dodane
  • Dod
  • Airin
  • Airain
  • Chronofixe
  • Chronofix Luxe
  • Dodane Triton Spirotechnique

Anschrift

2 Chemin de Barbizets.
2578 Châtillon le Duc.
Tel.: + 33 (0)381 588802
Fax. + 33 (0)381 589227
E-mail: [email protected]
Website: Dodane 1857

Externe Links

Quellen

  • Stephan Ciejka und Konrad Knirim in 'Klassik Uhren' Dez. 1996

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