Anguenot Frères

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(siehe auch: Anguenot)

Werbung Montres Herma um 1952
Inserate Montres Herma
Herma Armbanduhr Le Mans Chrono

Französische Uhrenfabrikation, ansässig in Besançon, Villers-le-Lac und Morteau.

Die Firma Anguenot Frères wurde ursprünglich gegründet von Narcisse Ulysse Anguenot (1849 1937). Er begann sein Geschäft in der 4 rue du Quartier neuf zu Villers-le-Lac in 1893. In der Rue de la Perrière 5 wurde ein neuer Produktionsbereich errichtet. Am Ende des Ersten Krieges verkaufte er sein Geschäft an seine Söhne, die zwei Unternehmen in Villers-le-Lac gründeten: Marius Anguenot (1876-1938) und Anguenot Frères mit Alfred (1882-1965) und Gaston (1888-1953). André (1885-1936) wurde Geschäftspartner in die Firma Pétolat Frères & Anguenot. Am 26. Juni 1919 wurde die Firma Anguenot Frères offiziell registriert. 1928 wurde die Markenname "Herma" eingeführt. Diese Marke w wurde auch verwendet von Otto Pfaff. Andere Quellen schreiben es war eine war von einer ihrer deutschen Kunden, Hermann genannt. Er ging während des (Ersten) Weltkrieges in Konkurs und seine Marke war dann verfügbar. 1948 errichtete Anguenot Frères eine neue Fabrik in der Rue Pierre Berçot 5 und beschäftigte damals 150 Mitarbeiter. Ausserdem gab es een fabrik im Morteau Darüber hinaus wurde in den 1950er Jahren in Morteau eine Fabrik eröffnet unter der Leitung von Robert Anguenot (1921-2006), der Sohn von Alfred, und Jean Anguenot, der Sohn von van Gaston. Ein Büro in Paris war in der Rue Beaubourg 43.

1969 wurde die Firma Hubert Lambert et Fils mit der Marke LOV ("Lac ou Villers", heute Villers-le-lac) in Anguenot Frères integriert. Das Aufkommen der Quarzuhr machte dies notwendig. Die Firma wurde weitergeführt von Robert Anguenot und sein Neffe Jean Anguenot. Die Firma LOV befand sich im Rue du Maréchal Foch 6. Mit diesem Schritt wurde die Finhor-Gruppe entwickelt. Letzterer besteht dann aus einer Produktionsfirma Sodexhor (Société d'Exploitation horlogère), welche im Gebäude blieb und drei Handelsunternehmen, an die es seine Produktion verkauft. Anguenot Frères siedelte um in der alten Fabrik von Robert Maret in der Rue du Stade 1 und Herma zog in der alten Fabrique d'ébauches Cupillard S.A.. LOV blieb in der Rue du Maréchal Foch 6. Ab 1974 ist Richard Mille in der Uhrenfabrik Anguenot tätig. Dort verkauft er als Exportchef preiswerte Ankeruhren nach Lateinamerika. Unter zunehmendem Druck von Quarzuhren aus Japan verschlechtert sich aber der Absatz.

Am 27. Juli 1978 wurden Finhor und Cupillard-Rième, in Morteau, zur Framelec-Gruppe (France montre électrique) verschmolzen, in der auch Jaz S.A. vertreten ist. Mit einer Gesamtbelegschaft von 1.700 Mitarbeitern, aufgeteilt auf Morteau, Villers-le-Lac und Wintzenheim. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 2 Millionen Uhren ließ Framelec 1978-1979 eine neue Fabrik in Morteau errichten, in der sich der Hauptsitz und dann seine Produktionseinheiten befand mit über 400 Mitarbeitern und einem Ausstoss von fast 2 Millionen Uhren pro Jahr. Zwei neue, selbst entwickelte Quarzkaliber wurden schon in einem Prospekt anlässlich des Jubiläums 1981 erwähnt. Ab 1981 wurde Yema, Jaz S.A., Japy, Bayard, Jaeger France, Pétolat Frères & Anguenot, Hour Lavigne, UTI - Utinam und Framelec mit Cupillard-Rième und Herma in die Matra Gruppe, Division Uhren eingegliedert. Für die neue Matra Horlogerie, wird Richard Mille zum Direktor ernannt. 1987 wurde die Matra-Horlogerie in die Compagnie Générale Horlogère umgewandelt, eine Tochtergesellschaft der japanischen Hattori-Seiko SA. mit Hauptsitz in der 33 avenue de la République in Paris. Am 10. Oktober 1988 verkaufte die CGH die Fabrik in Villers-le-Lac an Claude Bouhelier (über SCI Le Zodiac) an der Spitze von Ets Camille Bouhelier (Rue Newton 1). Letzterer wurde am 1. Januar 1959 gegründet und war insbesondere mit den Marken Claude Hélier und Newton eine der wichtigsten französischen Uhrenfabriken.

Bouhelier richtet in der Rue Pierre Berçot 5 im Erdgeschoss das Verkaufsbüro und die Verkaufsabteilung seines Unternehmens ein. Er kümmerte sich jedoch um die Umwandlung des Geländes in ein Geschäftshaus und vertraute das Projekt dem Schweizer Architekten H. Kazem an in Zusammenarbeit mit dem Architekten Hubert Prillard aus Morteau. Die Oberfläche des Erdgeschosses muss durch eine Verlängerung nach hinten verdoppelt oder verdreifacht werden. Dieses Projekt wurde nicht fortgesetzt und die Gemeinde kaufte das Grundstück schließlich 1996. Im selben Jahr vermietet die Gemeinde das Erdgeschoss an Yves Droz. Letzterer ist der Leiter des renommierten Hôtel de France in Villers-le-Lac. Er hatte im Laufe der Zeit ein privates Museum in einem Raum des Hotels eingerichtet. Um diese Sammlung zu erweitern, verlegte er ihn in die Rue Berçot 5, finanzierte die Renovierungs- und Umbauarbeiten der gemieteten Ebene und eröffnete zusammen mit Joseph Flores dort 1997 das Uhrenmuseum "Musée de la Montre".

Im Laufe der Jahre haben verschiedene Uhrenfirmen als Service-Center in dem Gebäude gearbeitet unter dem Namen Swisswave Europe, wie Ebel, Zenith, Dior und Movado.

Herma Uhren sind oft mit ein Cupillard Kaliber 233 ausgestattet, (Später France Ebauches S.A. 233-60).

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